Fleißige kleine Abfallsammler

Sauberhafte Müllaktion der Tageskinder und -eltern in Rödermark

Müllsammeln am Oberwiesenweg – sichtlich ein großes Vergnügen für die Tageskinder des Kinderschutzbundes.
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Müllsammeln am Oberwiesenweg – sichtlich ein großes Vergnügen für die Tageskinder des Kinderschutzbundes.

Der „sauberhafte Kindertag“, des hessischen Umweltministeriums für Kindergärten, Kitas und Kindertagespflegestellen ausgerufen, brachte auch die Tagesmütter des Kinderschutzbundes (DKSB) Rödermark in Bewegung. Dabei können die Kinder achtlos weggeworfenen Abfall sammeln und erste Erfahrungen im Umweltschutz machen. Sie lernen mit Spaß, was man für eine saubere Umwelt tun kann.

Rödermark - Mehrere Tagespflegepersonen und deren Tageskinder beteiligten sich an der Sammelaktion. Von der Stadt mit Greifzangen, Handschuhen und Mülltüten ausgestattet, starteten sie am kleinen Parkeck an der Rilkestraße und wanderten entlang der Rodau. In den neuen gelben Warnwesten, die der DKSB aus Spendenaktionen angeschafft hatte, waren die kleinen Sammler zwischen einem und drei Jahren gut sichtbar und zudem ausgesprochen stolz. Ob Ariana oder Liam, Reva, Marie oder Naelly oder all die Anderen: Sie hatten sichtlich Spaß, nachdem sie erst einmal in ihrer Ausrüstung verfrachtet waren.

Kinder sind ganz stolz: „Wir arbeiten!“

Eine größere Herausforderung war allerdings schon das Handschuhanziehen für die Tagesmütter Sibille Tatiana Flisar, Elke Hochberger, Miriam Richter und Petra Wenz sowie für die Mama von Hannah, die erst ihren zweiten Tag in der Eingewöhnungsphase bei ihrer Pflegemama hatte. Alle waren sich ihrer Aufgabe durchaus bewusst: „Wir arbeiten!“, stellte einer der Sprösslinge selbstbewusst fest.

Und sie arbeiteten wacker: bückten sich hunderte Male, um Kronkorken, Papierschnipsel oder auch mal Hundehäufchen aufzulesen – fürs Grobe wie Scherben und Zigarettenkippen waren die Großen zuständig. Mit dabei war auch der 53-jährige Joachim Schütz, am Vortag frisch examinierter Tagesvater. Nach vielen Vorerfahrungen hat er sich zu diesem neuen Lebensweg entschlossen – derzeit fehlt ihm nur noch die richtige Behausung für ein Pflegenest. Seine Ein-Zimmer-Wohnung in Waldacker ist dafür nichts; er sucht gerade eine größere Wohnmöglichkeit.

Tagespflege in Rödermark als berufliche Chance

Das käme den Rödermärker Tagespflegemüttern sehr entgegen: Sie suchen stets dringend neue Pflegeeltern. 160 Stunden Unterricht sowie 100 Stunden praktische Tätigkeit sind Voraussetzungen für die Prüfung zur „qualifizierten Kindertagesperson“, wichtig für weitere Kurse, mit denen man auch deutschlandweit arbeiten kann. Mit der einfachen Pflegeerlaubnis dagegen können die Pflegenden im Kreis Offenbach Kinder betreuen. Weitere Infos dazu gibt’s bei Beate Rauch, Telefon 06074 68966 oder per E-Mail an tageselternvermittlung@dksb-roedermark.de. Von Christine Ziesecke

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