Freie Wähler lehnen K-L-Trasse ab

Rödermark: Freie Wähler fordern Bau einer Umgehungsstraße

Bayern, Schirnding: Kein einziges Auto ist auf der Landstraße Richtung Schirnding zu sehen. Seit Donnerstagmittag gibt es Ausgangssperren auch in zwei Kommunen im Landkreis Wunsiedel in Oberfranken. Betroffen ist auch der Ortsteil Fischern, der zum Gemeindegebiet Schirnding gehört.
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Die Freien Wähler in Rödermark fordern den Bau einer Umgehungsstraße. (Symbolbild)

Will der Magistrat der Stadt Rödermark wirklich eine gleichberechtigte Prüfung der K-L-Trasse und der im Bundesverkehrswegeplan aufgeführten Umgehungsstraße am Ortsrand als Entlastung für Urberach? Die Freien Wähler (FWR) beantworten diese Frage mit „Nein“.

Rödermark – Schon vor den Gesprächen mit der Hessischen Landesregierung würden Bürgermeister Jörg Rotter und die schwarz-grüne Koalition eine neue Straße westlich des Ortes ablehnen. So klagen die Freien Wähler Rödermark, die den Bau einer solchen Straße favorisieren. Die Rathaus-Mehrheit schätze die Argumente der Bewohner des Bienengartens und der Kinzigstraße „offenbar höher ein werden als die erheblichen Beeinträchtigungen vieler Bürger in der Mitte Urberachs“ durch Abgase, Lärm und Schleichwege durch Wohngebiete bei den täglichen Staus.

Wenig hilfreich ist nach Ansicht der FWR, dass der Magistrat im Jahr 2030 täglich nur 13 .000 Pkw auf der B 486 erwartet: „Diese Information ist unrichtig, denn die Zahl stammt aus einer Verkehrszählung aus dem Jahr 2015 und wird sich innerhalb von zehn Jahren nahezu verdoppeln“, schreiben sie in einer Pressemitteilung.

Dass Verkehrsminister Tarek Al-Wazir eine Umgehung für Urberach in die Liste der zehn wichtigsten Straßenbauprojekte des Landes aufgenommen hat, ist für die FWR eine Chance, die die Stadt nutzen muss – sofern es sich um die im Bundesverkehrswegeplan erwähnte neue Straße handelt.

Diese Variante hatten die FWR vor knapp drei Jahren erneut zu ihrem Favoriten erklärt. Sie war im Bundeswegeverkehrsplan 2030 als „vordringlicher Bedarf“ eingestuft worden. Der Bund kündigte zudem an, die Kosten von rund 25 Millionen Euro zu übernehmen.

Monate danach hatte die Stadtverordnetenversammlung einstimmig den Magistrat beauftragt, mit Hessen Mobil Vorschläge für eine wirksame Verkehrsentlastung zu erarbeiten, was aber bis heute zu keinen greifbaren Ergebnissen führte. Eine von der Stadt zwischenzeitlich eingeholte Machbarkeitsstudie beschäftigte sich ausschließlich mit der K-L-Trasse von Offenthal über Messel nach Eppertshausen. Eine Stellungnahme der betroffenen Gemeinden Messel und Eppertshausen sowie des Kreises Darmstadt-Dieburg zu der Studie vermissen die FWR bis heute. (Von Michael Löw)

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