Heimat- und Geschichtsverein stellt Altes und Neues in Fotos einander gegenüber

Rödermark: Gleiche Perspektive, anderer Blick

Dörfliche Ansichten vergangener Jahrzehnte stellt der Heimat- und Geschichtsverein in seinem Buch „Rödermark gestern und heute“ aktuellen
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Rödermark: Dörfliche Ansichten vergangener Jahrzehnte stellt der Heimat- und Geschichtsverein in seinem Buch „Rödermark gestern und heute“ aktuellen

Über Monate hinweg sind Aktive des Heimat- und Geschichtsvereins (HGV) mit alten Fotografien in der Hand durch die Straßen und Gassen von Rödermark gestreift. Bei jedem Stopp gingen sie ein paar Schritte nach hier oder da und prüften, ob die Stelle passt. Denn sie suchten exakt die Positionen, an denen die Fotografen von damals standen, um ihre Aufnahmen vom identischen Blickwinkel aus in die Neuzeit zu übertragen. Herausgekommen ist ein 120 Seiten dicker Bildband.

Rödermark - „Überall, wo Menschen leben, vollzieht sich steter Wandel. Dies gilt auch für die bauliche Ansicht unserer ehemaligen Dörfer hin zur gemeinsamen Stadt. Dabei hinterlässt jede Generation ihre Spuren“, sagt die HGV-Vorsitzende Patricia Lips. Gesellschaftliche Entwicklungen, zeittypische Baustile und persönliche Erfordernisse spielen dabei eine große Rolle. Wurden bis weit in die Siebzigerjahre Fachwerkhäuser einfach abgerissen, werden die übrig gebliebenen heute aufwendig restauriert. Gefeierte Neubauten unserer Zeit gelten umgekehrt vielleicht 2050 als Bausünden erster Güteklasse.

Bereits 1998 brachte der HGV mit dem kleinen blauen Buch „Rödermark einst und jetzt“ einen Bildband heraus, der alte Ansichten unserer Dörfer aktuellen gegenüberstellte. Manches davon ist heute bereits auch wieder Geschichte. Gleichzeitig ist das Fotoarchiv des HGV seit dieser Zeit enorm gewachsen. „Grund genug, sich einmal mehr des Themas anzunehmen,“ meint die Vorsitzende Patricia Lips. „Die älteren Aufnahmen im neuen Buch spannen dabei erstmals einen Bogen bis in die 1980er Jahre hinein, sodass sich viele an ihre Umgebung der jüngeren Vergangenheit noch selbst erinnern können.“ Unzählige Fotos wurden aufgenommen, sodass nun quasi als Nebeneffekt auch Rödermark in aktuellen Ansichten für die Zukunft gut dokumentiert ist.  (Michael Löw)

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