Norbert Pfeifer arbeitet seit 50 Jahren bei Wunderlich Wandgestaltung

Rödermark: Goldene Hochzeit mit der Firma

Seit 50 Jahren im Betrieb, obwohl er erst 65 Jahre alt ist: Für dieses seltene Arbeitsjubiläum wurde Norbert Pfeifer im Malerbetrieb Wunderlich geehrt. Gratuliert haben unter anderem Obermeister Ingo Dries und Seniorchef Gottfried Wunderlich.
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Rödermark: Seit 50 Jahren im Betrieb, obwohl er erst 65 Jahre alt ist: Für dieses seltene Arbeitsjubiläum wurde Norbert Pfeifer im Malerbetrieb Wunderlich geehrt. Gratuliert haben unter anderem Obermeister Ingo Dries und Seniorchef Gottfried Wunderlich.

Wieder einmal gab es wahrlich Wunderliches in Rödermark-Urberach zu feiern: Rund um den 145. Geburtstag der Firma Wunderlich konnte Mitarbeiter Norbert Pfeifer auf 50 Jahre Treue zum Betrieb zurückblicken. Und das, obwohl er gerade erst 65 ist.

Rödermark - Mit 15 war Norbert Pfeifer von der Schule direkt in den Malerbetrieb gekommen, und seither hat er ihn nicht mehr verlassen – sehr zur Freude von Seniorchef Gottfried Wunderlich und den derzeitigen Inhabern Claus Wunderlich und Daniela Süß-Wunderlich. Gemeinsam mit seiner Frau wurde Norbert Pfeifer, der als Maler- und Verputzerlehrling angefangen hatte, nun auch von Obermeister Ingo Dries beglückwünscht. „Das ist einer der seltenen Fälle, dass ein Mitarbeiter länger mit seiner Firma als mit seiner Frau verheiratet ist“, scherzte Claus Wunderlich.

Das Familienunternehmen feierte an diesem Abend nicht nur die Übernahme von Lehrlingen, sondern ehrte auch weitere Mitarbeiter. Neben Norbert Pfeifer waren dies Murtaza Karademir für 30 Jahre Treue zur Firma Wunderlich Wandgestaltung sowie Yagmur Bayram für 25 Jahre. Für zehn Jahre Betriebszugehörigkeit dankten die Wunderlich Heike Kampe, die aus gesundheitlichen Gründen derzeit von zuhause aus arbeitet.

Claus Wunderlich erinnerte in seinen Dankworten an die schwierigen letzten Corona-Monate, die allen Mitarbeitern viel abverlangt haben. Sie mussten Überstunden abbauen und Resturlaube nehmen, um über die Runden zu kommen. „Aber es gab auch Positives: kein Berufsverkehr, weniger Freizeitstress und die generelle Beruhigung des gesamten Lebens: Achtet auch weiterhin auf euch selbst, findet wieder den Weg in die Natur!“, sagte Wunderlich.

Der Klimawandel verpflichte gerade in dieser Berufssparte dringend zur Nachhaltigkeit. Dieser Verantwortung versucht die Firma Wunderlich schon jetzt durch ein erstes Elektroauto, ein Lastenrad, konsequente Mülltrennung und der Benutzung von möglichst vielen Farben aus nachwachsenden Rohstoffen gerecht zu werden. Der neueste Schritt in diese Richtung ist die Aktion „Ein Eimer, ein Baum“. Sie garantiert, pro gekauftem Farbeimer wird aufgeforstet – global denken und lokal handeln, darum geht es bei Wunderlich Wandgestaltung weitgehend schon seit fast 150 Jahren.

Kein Wunder, dass in dieser Firma auch mehrere aus Afghanistan Geflüchtete einen Job als Fachkraft und als Auszubildender gefunden haben. Derzeit arbeiten sechs Facharbeiter auf der Baustelle und drei Auszubildende (darunter auch eine Frau) sowie ein Baustellenleitung für Putz- und Trockenbau und eine Bürokraft.  (Christine Ziesecke)

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