Hoffnung vor Rundem Tisch

Hessen Mobil saniert B 486

Die Diskussion um eine Entlastung der Urberacher Ortsdurchfahrt gewinnt an Tempo. Hessen Mobil will aktiv werden.
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Die Diskussion um eine Entlastung der Urberacher Ortsdurchfahrt gewinnt an Tempo. Hessen Mobil will aktiv werden.

Die Diskussion um eine Entlastung der Urberacher Ortsdurchfahrt gewinnt an Tempo. Und aufs Gas drückt jemand, der sonst eher bremst: Hessen Mobil will die Konrad-Adenauer-Straße – als Teil der B 486 – sanieren.

Rödermark – Bürgermeister Jörg Rotter berichtete gestern von „Signalen“, dass dies vielleicht schon 2021 oder 2022 passieren kann, und fordert: „Wir müssen gerüstet sein!“.

Klar ist: Die Landesverkehrsbehörde saniert die Konrad-Adenauer-Straße so, wie es den Richtlinien für eine Bundesstraße entspricht. Vorschläge zur Beruhigung kann die Stadt einbringen – und muss sie bezahlen. Ganz oben auf der Wunschliste steht ein Kreisel an der Kreuzung von Konrad-Adenauer- und Rodaustraße. Außerdem sollen Radwege, Mittelinseln, Parkbuchten und Bäume die Autos bremsen.

Diese „Verkehrsentschleunigung im Ort“ ist eine jener flankierenden Maßnahmen, die nach Ansicht von Planer Klaus Freudl den Durchgangsverkehr auf die K-L-Trasse zwingen könnte. Freudl hatte Mitte März im Bauausschuss eine Machbarkeitsstudie vorgestellt, wie die Umgehung Urberachs über die K 180 und die L 3317 für Autofahrer trotz eines kilometerlangen Umwegs interessant werden könne. Drei Querspangen – eine am Eppertshäuser Knoten, eine am Erdkautenweg und eine am südlichen Ende der K-L-Trasse auf Messeler Gebiet – sind die wichtigsten Elemente von Freudls Studie. Vor einer Entscheidung über diese Ortsumgehung ist aber eine vertiefende Untersuchung nötig, betonte Freudl im Ausschuss mehrfach.

Seine Studie und die Signale von Hessen Mobil garantieren also Gesprächsstoff, wenn sich am Montag, 29. Juni, der „Runde Tisch Verkehrsentlastung Rödermark“ konstituiert. Auch über eine Entlastung der „Kipferl“-Kreuzung in Ober-Roden wird gesprochen.

Die Sitzung beginnt um 18 Uhr im Graf-Reinhard-Saal der Kulturhalle. Teilnehmen werden Vertreter der „Bürgerinitiative Verkehrsentlastung Rödermark“ und der „Bürgerinitiative naturnahes Urberach“, Erste Stadträtin Andrea Schülner, Stadtverordnetenvorsteher Sven Sulzmann, Bauausschuss-Vorsitzender Gerd Schickel, jeweils ein Vertreter der Fraktionen sowie Mitarbeiter der Bauverwaltung und des Fachbereichs Öffentliche Ordnung.

Bürgermeister Rotter erhofft sich erste Erkenntnisse über Möglichkeiten, wie Stadt und Bürgerinitiativen gemeinsame Positionen entwickeln können, um bei Verhandlungen mit Land und Bund mit einer Stimme zu sprechen.

Der Lkw-Schleichverkehr an der „Kipferl“-Kreuzung ist schon am 23. Juni Thema im Parlament. Die SPD hat eine Anfrage gestellt.

VON MICHAEL LÖW

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