Wie kann Urberach vom Verkehr entlastet werden?

Umfahrung rückt in weite Ferne

Rödermark - Wie kann Urberach vom Verkehr entlastet werden? Dies war eine zentrale Frage während der jüngsten Stadtverordnetenversammlung, nachdem die Freien Wähler das nun schon 55 Jahre alte Thema einer Ortsumfahrung wiederbelebt hatten.

Alle Fraktionen einigten sich einstimmig darauf, der Magistrat solle mit der hessischen Straßenbaubehörde Hessen mobil, der Bahn und dem Rhein-Main-Verkehrsverbund Vorschläge ausarbeiten und binnen sechs Monaten darüber berichten. Mit Entscheidungsträgern in Land und Bund soll eine Ortsumfahrung erörtert werden. Gefordert wird der zweigleisige Ausbau und die vollständige Elektrifizierung der Dreieichbahn sowie deren Beschleunigung (Sprinter-Züge, größere Wagen). Der Magistrat soll mit Hessen mobil „umgehend eine konkrete, auch zeitliche Planung für eine wirkungsvolle Verkehrsentlastung in Urberach“ angehen. Erwartet wird, dass die schon lange angekündigte raumordnungsrechtliche Prüfung zur Verkehrsentlastung von ganz Rödermark endlich auch gemacht wird.

In der Debatte zu diesem interfraktionellen Antrag warnte Dr. Alexander Görlich (CDU) davor, dass Rödermark von der Entwicklung der Rhein-Main-Region abgehängt werden könnte. Norbert Schultheis (SPD) zertreute die Hoffnung auf eine schnelle Lösung. Es werde viele Jahre dauern, bis Entlastung komme. Auch wenn darüber schon mehr als 50 Jahren debattiert werde. „Wir beginnen bei null.“ Denkbar seien ein Ausbau der KL-Trasse (Eppertshausen, Messel, Offenthal), aber auch eine ortsnahe Umfahrung – was zu prüfen sei.

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Stefan Gerl legte sich für die AL/Die Grünen fest. „Eine ortsnahe Umfahrung wird es mit uns nicht geben.“ Peter Schröder (Freie Wähler) sagte, erst der Abwägungsprozess könne Klarheit schaffen. Für den Ausbau der KL-Trasse plädierten auch Dr. Rüdiger Werner (FDP), Stefan Gerl und Erster Stadtrat Jörg Rotter (CDU). Siegfried Kupczok (Freie Wähler) kritisierte diese Festlegung. (bp)

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