Kultursommer auf Leinwand

Urberach - Premiere im Urberacher Kino „Neue Lichtspiele“, doch nicht Tim & Struppi, George Clooney oder Wickie zog die Menschen dazu ins Kino, sondern die Erinnerung an „5+5 = 1!“, den Rödermärker Kultursommer. Von Christine Ziesecke

Laura Löbig, Laura Lopez Vicente, Tamara Vanessa Scheller und Julian Wald, vier Schüler des 10. bis 12. Jahrgangs der Nell-Breuning-Schule, hatten sich auf Spurensuche gemacht und mit der Handkamera alle Veranstaltungen begleitet. Gemeinsam mit ihrem professionellen Begleiter, dem Künstler, Fotografen und Filmemacher Christiaan Tonnis, präsentierten sie die Ergebnisse in 38 spannenden Minuten auf der großen Kinoleinwand.

Spaß machte es allen, die bei den Veranstaltungen dabei waren, interessant war"s aber auch für alle anderen, das breite Spektrum des kulturellen Angebots in diesem Sommer hier vor Ort nachzuvollziehen.

Finanziert wurden die mit allen Sinnen erlebbaren Events wie auch die Produktion des Filmes mit dem Preisgeld des Landeswettbewerbs „Ab in die Mitte!“ und von Sponsoren wie etwa UnternehmerForum Rödermark oder Sparkassen-Stiftung.

Herausgekommen ist ein ebenso sinnlich kleines Erlebnis wie die Veranstaltungen selbst und die Festival-Dokumentation beweist: Rödermark – fünf Sinne, fünf Stadtteile, eine Stadt.

Spannender Bilderbogen und Höhepunkte

Gemeinsam mit KiR-Vorsitzender Sylvia Baumer und AZ-Chef Lothar Rickert dankte Bürgermeister Roland Kern allen Teilnehmern wie auch dem Film-Team, aber auch den Kultursommer-Besuchern, für die das alles ja gemacht wurde. In einem spannenden Bilderbogen erstanden anschließend die Höhepunkte vom Deutsch-türkischen Einstieg mit Mario Rispo in der Kelterscheune bis zum abschließenden Börek und Handkäs im Waldackerer Bürgertreff noch einmal auf: Die Sternfahrt der radelnden Kita-Kinder zur Kinder- und Jugendfarm, der Sommernachtstraum mit Tanja Garlts Truppe im regennassen Dinjer-Hof, der rap-umrahmte Film von Jugendlichen über ihren Stadtteil Seewald in Urberach genauso wie die Kunst- und Malaktion auf dem Pferdehof Akita in Messenhausen, in der Stahlross „Akim“ geboren wurde.

Nicht zu vergessen das rasante Fußballtennis-Turnier in Waldacker, das ansprechende Kunst- und Modeprojekt Toui an der Nell-Breuning-Schule oder Boule und Jazz auf der Bulau. Herzstücke des ganzen Sommers waren für viele Besucher sicher die Ausstellung „Sinn der NichtSinn“ in der Kulturhalle und das große Open Air „Afrikanische Nacht“ – der Film lässt noch einmal die mitreißenden Trommelklänge hören. Der Streifen wird einer Pressemeldung der Stadt zufolge als DVD produziert und erscheint Mitte November. In den Rathäusern kann er für fünf Euro gekauft werden. Und noch etwas versprach Bürgermeister Kern: „Auch das neue Messenhäuser Wahrzeichen, das bunte Pferd, wird an einen markanten Platz kommen.“

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