Gut besuchte Kick-off-Veranstaltung

Kulturfestival nimmt Formen an

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Mit einem Zwiegespräch zwischen Eheleuten, dargestellt von Oliver und Friederike Nedelmann, begann die Kick-off-Veranstaltung für das Kulturfestival im nächsten Jahr.

Rödermark - Ein Festival unter dem Motto „Kultur ohne Grenzen“ soll im nächsten Jahr die Städtepartnerschaften vertiefen. Mit einer Kick-off-Veranstaltung am Samstag hat die Vorbereitungsphase offiziell begonnen.

Der Jazzkeller war ein standesgemäßer Ort zur Vorstellung des Projekts am Samstag. Viele Kulturschaffende und -interessierte waren dabei. Auch Vertreter der Quartiersinitiativen beteiligten sich rege am Visionenbauen, Ideensammeln und Dokumentieren. Geboren wurde die Idee für ein Kulturereignis ohne Grenzen bereits beim Rödermark-Festival 2007, dem auch die Weidenkirche und der Skulpturenpfad zu verdanken sind. Es ging weiter mit kulturellen Höhepunkten in der Stadt wie etwa dem Projekt „5 + 5 = 1“ in der Kulturhalle oder dem Event „Grenzenlos Grün“ 2016 am Entenweiher, in dessen Rahmen auch eine Anthologie vieler Künstler aus dem Ausland und aus Rödermark entstand.

An Pinnwänden sammelten Rödermärker Kulturschaffende ihre Ideen für das Festival „Kultur ohne Grenzen“.

Der Vorbereitungskreis für das neue Festivalprojekt hat sich schon fünfmal getroffen. Er wünscht sich nun Verstärkung in allen Bereichen. Die meisten Teampaten sind bereits aktiv. Für den Bereich Kunst ist das Sylvia Baumer. Die Vorsitzende der „Künstler in Rödermark“ (KiR) ist vom Magistrat für das Projekt beauftragt worden. Sie moderierte auch die Kick-off-Veranstaltung. Oliver Nedelmann, der gemeinsam mit Ehefrau Friederike die Veranstaltung mit einem humorvollen Zwiegespräch anmoderierte, steht fürs Theater, Manfred Baumer für die bildende Kunst und viele mehr.

Alle Kulturbereiche sollen in das Fest eingebunden werden, zum Beispiel Kabarett, Literatur und Tanz, aber auch die Gastronomie. Vielleicht werden die Bereiche auch noch erweitert, etwa um eine friedenspolitische Dimension. Vor allem sollen alle Künstler und kulturellen Sparten vernetzt werden. Ein Katalog wird die Veranstaltungen begleiten; die Hoffnung ist, dass eine Dokumentation oder vielleicht wieder ein Buch daraus entsteht.

Der Europagedanke wird von den Partnerstädten und befreundeten Gemeinden Rödermarks unterstützt. Deren Kunstschaffende wurden eingeladen und haben zum großen Teil schon zugesagt. Neben Bodajk, Saalfelden und Tramin sind das auch Hekimhan und die französische Stadt Bourgoin-Jallieu, mit denen zur Zeit des Festivals etwa ein Schüleraustausch arrangiert werden soll. Der nachhaltige Hintergedanke und der Wunsch des Vorbereitungskreises ist es, daraus ein Netzwerk zu flechten, in dem alle zwei, drei Jahre reihum und schneeballartig ähnliche Feste stattfinden sollen.

Für Rödermark steht die zeitliche Planung bereits. Vom 8. bis 10. März liegt der Schwerpunkt in Ober-Roden, speziell in Kulturhalle, Jazzclub, Bücherturm und Dinjerhof. Vom 14. bis 16. Juni findet der zweite Teil in Urberach statt: in der Halle, der Kelterscheune, dem Park am Entenweiher, dem Schillerhaus und durch den Wumbor-Lauf auch am Badehaus. Das lässt jedoch jederzeit Freiraum für weitere Plätze und Räume.

Für das Juni-Wochenende wurde ein großes Festzelt reserviert, um vom Wetter unabhängig zu sein. Für das Projekt beantragt die Stadt Fördermittel bei EU, Bund und Land Hessen. Auch Sponsoren werden gesucht. Ehe die Teams sich zum Ideensammeln und zur weiteren Planung im Jazzkeller zusammenfanden, wurde das Logo des Festivals mit einem Trommelwirbel vorgestellt: ein in Regenbogenfarben erstrahlendes Geflecht voller Überlagerungen, das nach allen Seiten offen ist. Es wurde aus mehreren Entwürfen ausgewählt. Zu sehen ist dieses Logo wie auch der aktuelle Stand der Vorbereitungen in Kürze auf der Homepage der Stadt. Außerdem ist eine eigene Festival-Homepage geplant.

Der Vorbereitungskreis wünscht sich noch viele Mitstreiter. Die nächste Sitzung ist am Samstag, 21. April, um 11 Uhr im Raum Tramin des Urberacher Rathauses. Bis dahin werden die Stellwände und die darauf fixierten Ideen und Anstöße verarbeitet und weitere Einzelheiten klar sein. Bürgermeister Roland Kern fasste seine Hoffnung aus Sicht der Stadt und ihrer Bürger prägnant zusammen: „Kunst im Kleinen und im Großen, dafür sind wir da! Ich glaube, wir haben im nächsten Jahr ein schönes Werk vor uns liegen.“ (chz)

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