Trinkbornschule geht das Thema Respekt aus vielen Perspektiven an Mehr als nur Streit vermeiden

Rödermark: Trinkbornschule geht das Thema Respekt aus vielen Perspektiven an

Ein deutliches Signal für Respekt und gegen Rassismus setzten die Kinder aus der Breidert-Depandance der Trinkbornschule gemeinsam mit Konrektorin Angela Tüncher (links), der Leiterin der Präventionsgruppe, Cornelia Kochendörffer, der städtischen Integrationsbeauftragten Anna Zimmermann und Thomas Mörsdorf, dem Koordinator der Kampagne.
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Ein deutliches Signal für Respekt und gegen Rassismus setzten die Kinder aus der Breidert-Depandance der Trinkbornschule gemeinsam mit Konrektorin Angela Tüncher (links), der Leiterin der Präventionsgruppe, Cornelia Kochendörffer, der städtischen Integrationsbeauftragten Anna Zimmermann und Thomas Mörsdorf, dem Koordinator der Kampagne.

Respekt hat viele Facetten. An die haben sich die Kinder aus der Trinkbornschule in Rödermark Stück für Stück herangearbeitet. Anlass war der 30. Jahrestag der Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention am 20. November gewesen. Nach dem Projekt erhielten die Stammschule im Ort und ihre Filiale im Breidert die Schilder der Kampagne „Respekt! Kein Platz für Rassismus“.

Rödermark - Der bundesweiten Aktio n„Respekt! Kein Platz für Rassismus“ hatte sich der Magistrat Mitte Mai angeschlossen und lokale Akteure zum Mitmachen animiert. Mit Erfolg. Mittlerweile haben sich fast 70 Vereine, Institutionen, Geschäfte und Unternehmen aus Rödermark der Initiative angeschlossen. An der größten Grundschule des Kreises wurde aus der Aktion ein Projekt entwickelt. Das stellten Lehrer und Schüler jetzt Bürgermeister Jörg Rotter und Erster Stadträtin Andrea Schülner vor.

Die Klassensprecher und die Lehrer diskutierten über das Thema und formulierten Regeln für das Miteinander. Konrektorin Angela Tüncher fasste sie zusammen: „Respekt bedeutet für uns, tolerant und gewaltfrei zu handeln, zusammen zu leben und zu lernen. Wir wollen gemeinsam respektieren, was andere tun, welcher Religion sie angehören und welches Aussehen sie haben.“ Cornelia Kochendörffer, Leiterin der Präventionsgruppe, hatte die Unterrichtseinheiten entwickelt.

Die Klassenstufen eins und zwei haben das Bilderbuch „Irgendwie anders“ beackert, um sich mit „Ausgrenzung und Anders-Sein“ zu befassen. Gemeinsam haben die Kinder überlegt, wie man durch gegenseitiges Verständnis dafür sorgt, dass es dem anderen gut geht. Auf einem Plakat sind Hände zu sehen, in denen symbolisch festgehalten wurde, wie jedes Kind dafür sorgt, dass es anderen gut geht. Das kann bedeuten, zuzuhören oder einfach nur „Danke“ und „Bitte“ zu sagen.

Die Klassen drei und vier haben mit Rollenspielen den recht abstrakten Begriff „Respekt“ mit Leben gefüllt. Dabei wurde den Kindern klar, in wie vielen alltäglichen Situationen kein Respekt gezeigt wird, etwa beim Drängeln an der Bushaltestelle oder Auslachen oder beim Ausgrenzen von Mitschülern.

Gemeinsam haben sie die verschiedenen Perspektiven erkundet. Wie geht es dem Gegenüber in solchen Situationen, wie fühlt sie oder er sich dabei? Während des Projekts wurde allen klar, dass der Begriff Respekt nicht nur für den Umgang miteinander von Bedeutung ist. Gemeint sei damit auch der respektvolle Umgang mit Natur und Tieren – darin waren sich alle einig.  (Michael Löw)

Kontakt

Wer sich der Kampagne anschließen möchte, wende sich an Thomas Mörsdorf, Koordinator der Kampagne, thomas.moersdorf@roedermark, Telefon 06074 911-230.

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