Kräftiger Rückschnitt zum Beginn der Freiluftsaison

Rödermark: Mehr Licht in der Weidenkirche

Stark zurückgeschnitten, um neuen Trieben Luft und Licht zu geben: die Weidenkirche in Urberach, in der auch am Himmelfahrtstag die Vorbereitungen für einen als Video aufgenommenen Gottesdienst mit Posaunen liefen. Rüdiger Kurz und Alfred Röder gehörten ebenso zu den fleißigen Helfern wie Frithjof Decker.
+
Stark zurückgeschnitten, um neuen Trieben Luft und Licht zu geben: die Weidenkirche in Urberach, in der auch am Himmelfahrtstag die Vorbereitungen für einen als Video aufgenommenen Gottesdienst mit Posaunen liefen. Rüdiger Kurz und Alfred Röder gehörten ebenso zu den fleißigen Helfern wie Frithjof Decker.

Kaum haben Friseurläden wieder geöffnet, hat auch die Weidenkirche am Oberwiesenweg einen neuen Sommerschnitt bekommen – und zwar einen sehr grundlegenden, der manchen Besucher oder Spaziergänger etwas stutzen lässt. „Die Weiden waren zu immer höher wachsenden Bäumen geworden, die alle Kraft in die Kronen schicken und unten immer weiter verkahlen“, erklärt Gudrun Decker, eine der „Miterfinderinnen“ der Idee Weidenkirche und aktiv bei deren Pflege tätig.

Urberach - „Wir sind als Nicht-Fachleute nicht mehr in der Lage, in diesen Höhen herumzuklettern, erst recht nicht mit schweren Sägen. Aber nur wenn man die Bäume regelmäßig stutzt, treiben sie unten wieder aus. Außerdem brechen die immer kräftiger werdenden Stürme sie irgendwann einfach ab, wie sie wollen, was auch schon geschehen war.“

Jetzt, nach dem Grundschnitt durch das regelmäßig schwer arbeitende ökumenische „Pflegeteam“, schlagen die Bäume wunderbar aus und treiben lange, biegsame Ruten, die sich gut leiten lassen, so dass dort ein Geflecht von Weidenästen grünen kann. Was sich allein schon in der ersten Woche seither an dem Freiluft-Gotteshaus Frisches entwickelt hat, ist beeindruckend; Regen und Sonne im Wechsel haben dazu das Ihre beigetragen.

Darüber freuen sich derzeit besonders die Kirchengemeinden: Die Weidenkirche wird gerade jetzt, da es ratsam ist, lieber im Freien zusammenzukommen, besonders intensiv genutzt. Ob Weltgebetstagsgottesdienst oder goldene Hochzeiten, ob Taufen oder Konfirmationen, aber auch ganz normale Gottesdienste aller großen Kirchengemeinden finden teils gemeinsam, teils getrennt hier schon seit Monaten statt. Eine stark begrenzte Zahl von Besuchern im Innenraum (die allerdings nicht singen dürfen), dafür viel Fläche außen rund um die Kirche herum – hier findet fast jeder Platz.

Wurde die Freiluftsaison in allen Jahren zuvor erst mit dem ökumenischen Stadtgottesdienst am Pfingstmontag eröffnet und ging dann bis zum Erntedankfest, so sind alle Hauptamtlichen wie auch die Kirchenvorstände jetzt froh, hierher mit ihren Veranstaltungen ausweichen zu können. Ab kommendem Freitag werden nun auch wieder die regelmäßigen Andachten um 18 Uhr im Wechsel gestaltet – bei Wind und Wetter. Derzeit nun nach dem Rückschnitt der grünen Wände etwas luftiger, dafür aber bald schon in üppiger neuer Pracht.

Die Weidenkirche ist ein ökumenisches Projekt der evangelischen und katholischen Kirchen Rödermarks. Sie war zum Rödermark-Festival 2007 entstanden. Heute ist sie eine bekannte Stätte der Begegnung aller Konfessionen und verbindet die Stadtteile. Wer diese grüne Pracht zu Gottesdienstzeiten oder auch nur als kleine Rast für seinen Spaziergang oder seine Radtour genießt, beteiligt sich vielleicht auch gerne mit einer kleinen Spende an den regelmäßigen Kosten, die den Pfarrgemeinden entstehen. Unter dem Stichwort „Weidenkirche“ freuen sich die jeweiligen Kirchengemeinden darüber. Kontakt: über die Homepages der Kirchengemeinden oder über www.roedermark.de.  (chz)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare