Mitgliedschaften kosten Stadt rund 77 000 Euro

Rödermark – Die Stadt ist Mitglied in 34 Vereinen und Verbänden und lässt sich das pro Jahr rund 77 000 Euro kosten. Das meiste Geld, nämlich 19 305 Euro, zahlt sie ans Kreistierheim in Münster.

Die billigste Mitgliedschaft ist die im Deutschen Jugendherbergsverband; sie kostet nur 25 Euro. Diese Zahlen stehen in der Antwort des Magistrats auf eine parlamentarische Anfrage der FDP.

Mehr als 10 000 Euro per anno kosten auch die Mitgliedschaft im Hessischen Städte- und Gemeindebund (16 662 Euro), im Hessischen Städtetag (14 360 Euro) und in der Arbeitsgruppe Wildhof (11 300 Euro). Verpflichtend ist keine dieser Mitgliedschaften. Aber sie helfen der Verwaltung bei der Erfüllung ihrer Aufgaben.

Das Tierheim in Münster zum Beispiel braucht die Stadt, weil dort Fundtiere bis zur Rückgabe an den Besitzer versorgt werden. Diese Versorgung ist Pflicht, also kommt die Stadt um eine Mitgliedschaft nicht herum.

Städte- und Gemeindebund beziehungsweise Städtetag sind Berater in Sachen Finanz-, Bau-, Straßen-, Vergabe- und Kommunalrecht. Der Städte- und Gemeindebund ist zudem der Anwalt der Kommunen bei Widerspruchs- und Klageverfahren.

Der Wildhof ist für Suchtkranke und -gefährdete die wichtigste Anlaufstelle im Kreis Offenbach. Er finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge und Zuschüsse.

Die Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft Flughafen Frankfurt (511 Euro), im Fachverband Standesbeamte (250 Euro) oder im Deutschen Bibliothekenverband (155,89 Euro) erklärt sich jeweils von selbst. Die jeweils 150 Euro für die Vereine Keltenwelt und Kommunen für biologische Vielfalt sind ebenso wie die 40 Euro für die Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Fremdenverkehrs in Stadt und Kreis Offenbach eher exotische Ausgaben im breiten Rödermärker Mitglieds-Portfolio.  lö

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