Konzert-Mix kommt an

Viele Gäste beim Geburtstag der „08er“

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Die Gäste des großen Geburtstagskonzerts zeigten sich begeistert von den „Smoking Horns“ mit Trompete, Posaune und Saxophonen und ihrem eher ungewöhnlichen, modernen Klang.

Ober-Roden - Drei Tage feierte der Musikverein Viktoria 08 seinen 110. Geburtstag. Mit ihrem Konzertmix hatten die „08er“ den Geschmack des Publikums getroffen, denn der „Dinjerhof“ war drei Mal voll.

„Endlisch Musigg“ am ersten Abend, das große Blasorchester am zweiten und gestern Jugend-, Beginner- und Vororchester sowie die Bigband verwöhnten die vielen Gäste, die dem Musikverein Viktoria 08 zum 110. Geburtstag gratulierten.

„An Tagen wie diesen“: Wohl selten hat ein Lied so gut gepasst wie beim Konzert des großen Blasorchesters. Da war die Vorfreude auf die deutschen Fußballspiele, die den Song vor vier Jahren zum Hit gemacht hatten. Da waren aber auch drei Tage eines unbeschwerten Vereinsgeburtstags, der im „Dinjerhof“ Hunderten von Menschen schöne Stunden bescherte.

Gestern, heute und morgen waren die Schlagwörter zum Auftakt, als „Endlisch Musigg on fire“ war. Es war eine schöne Idee des Seiteneinsteiger- und Spätberufenen-Orchestern, an die frühere Verbindung zu erinnern: Der Verein hatte tatsächlich mal „Katholischer Arbeiter- und Freiwillige Feuerwehr Musikverein, Oberroden 1912“ geheißen.

So war "s für die 44 Musiker auf der kleinen Bühne (Kommentar: „Wir sitzen wie die Heringe!“) Ehrensache, Nicolas Spieß von der Ober-Röder Jugendwehr einen Scheck über 350 Euro zu überreichen. Kleine Gegenleistung: Zum Schluss wurde das Programm nach rasanten Schlagzeug-Highlights, nach E-Gitarreneinlagen von Simon Steinhäuser und Balladen von Gastsängerin Jeannette Albrecht bodenständig. Begleitet von „Endlisch Musigg“ und dem Dirigenten Andreas Zöller intonierten alle Floriansjünger im „Dinjerhof“ das Feuerwehrlied: „Wir halten Wacht bei Tag und Nacht! Hilft keiner mehr, hilft noch die Feuerwehr!“ – bei allem Hintersinn ein Vergnügen für die Feuerwehrsänger, fürs Orchester und erst recht für die rund 200 Besucher.

Quer durch die letzten 160 Jahre führte am Samstag das große Blasorchester, moderiert von Corinna Lang, seine Zuhörer: im ersten Teil mit Marschmusik und Operettenmelodien, im zweiten mit John Miles’ Ohrwurm „Music“, Medleys von Adèle-Liedern und einem Nena-Potpourri. Besonders lebhaft wurde es bei der Kult-Tour durch die Achtzigerjahre und die Neue Deutsche Welle. Herzlichen Applaus bekamen die „Smokin’ Horns“, eine Bläsercombo mit eigenwilligen, ausdrucksstarken und anspruchsvollen Funk-, Soul- und Jazzadaptionen.

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Das große Orchester und Dirigent Dieter Weis zeigten, dass sie selbst auf kleinstem Raum abwechslungsreiche und hochwertige Musik machen können. Den Text von „An Tagen wie diesen“, gesungen von Kerstin Hitzel und dem Vorsitzenden Michael Langhammer, hätte nach diesem Finale wohl jeder unterschrieben. Wie schon am Vorabend, als die Band „Soul between Strings“ nach „Endlisch Musigg“ im Hof aufspielte, blieben die Gäste nach dem letzten Ton und genossen den Sommerabend bei guter Verpflegung oder an der Cocktailbar.

Der Sonntag begann mit dem mit dem FC Germania gemeinsam gefeierten Dankgottesdienst in St. Nazarius. Ab 11 Uhr spielte die Gruppe „Tausend Takte Marschmusik“, ehe der Nachwuchs des Geburtstagskinds seinen großen Auftritt bei Kaffee und Kuchen hatte: Jugendorchester, Beginner- und Vororchester bis hin zur Big Band „Chillers & Trillers“. (chz)

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