Splitter sind ein Hingucker

Jugendliche gestalten Mosaik vor Nell-Breuning-Schule

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Die „Hüter der Erde“ haben den Globus wieder fest im Griff. Unter Leitung der Bildhauerin Sigrid Lang (2. von links) verwandelten handwerklich begabte Schüler die triste Betonskulptur in ein buntes Mosaik, dessen Gestaltung sich an den Sitzrondellen auf dem Häfnerplatz orientiert.

Ober-Roden - Die Nell-Breuning-Schule hat ein buntes Sommerfest gefeiert. Nicht nur mit Spielen, Musik und vielen Leckereien, sondern auch mit dem Ende eines zweijährigen Kunstprojektes.

Die Noten sind längst vergeben, die Ferien nähern sich rasend schnell. Die Nell-Breuning-Schule (NBS) bat zum Sommerfest und verhalf dabei einem Kunstwerk zu neuem Glanz. Die „Hüter der Erde“ hatten in den vergangenen Jahren nämlich mächtig an Strahlkraft verloren. Sowohl der scheinbar in den Boden eingelassene Globus als auch seine beiden Wächter waren verblasst. Jetzt ist die Skulptur wieder ein Blickfang - dank zweijähriger Gemeinschaftsarbeit von Schülern, Lehrerin Uschi Lauer und Bildhauerin Sigrid Lang.

2017 haben sie angefangen und zunächst die Betonkugel gereinigt. Dann wurde sie eingeschlämmt; diese Schicht bildete die klebrige Basis für tausende von Steinsplittern. Die Mosaike entstanden teils drinnen – und wurden als Ganzes aufgeklebt –, teils draußen, wo die Jugendlichen Scherbe für Scherbe verlegten. „Ihr habt euch weder von Hitze noch Kälte entmutigen lassen“. lobte Direktorin Christine Döbert ihr Durchhaltevermögen.

Und auch wenn das Material nur aus zerbrochenen Steinen bestand, hatte die Sanierung der Erdkugel ihren Preis. Das Gesamtwerk kostete fast 3 000 Euro, sagte Lehrerin Lauer. Finanziert hat"s der NBS-Förderverein.

Nell-Breuning-Schule in Ober-Roden feiert Abschluss: Fotos

Wer kann da schon widerstehen? Die Klasse 5d hatte Früchte in flüssige Schokolade getaucht, aufgespießt und zu taschengeldfreundlichen Preisen verkauft.

Die Europa-Songgruppe hatte das Sommerfest eröffnet. Betrachtet man die „Hüter der Erde“ als stumme Botschafter der Schule, ist der Chor ihr klingender Botschafter. 15 Mal trat er auch außerhalb der Schule auf. Wie ernst die Jugendlichen ihre Aufgabe nehmen, zeigt ein Blick in den Terminkalender: Die letzte Probe im Schuljahr 2017/2018 ist morgen.

Nur einen Tag danach gibt‘s die Zeugnisse und dann beginnen die Ferien. (lö)

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