Lions legen ihren Adventskalender wieder auf

Nikolaus kennt keine Kurzarbeit

Drittklässler haben die Bilder für den Adventskalender des Lions Clubs Rodgau-Rödermark gemalt, den Ulrich Wasner hier präsentiert.
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Drittklässler haben die Bilder für den Adventskalender des Lions Clubs Rodgau-Rödermark gemalt, den Ulrich Wasner hier präsentiert.

Rödermark/Rodgau – 2019 startete der Lions Club Rodgau-Rödermark erstmals das sehr erfolgreiche Projekt eines Adventskalenders. Der bietet dem Käufer gleich zwei verlockende Vorteile: Die Aussicht auf einen attraktiven Gewinn und die Unterstützung gemeinnütziger Initiativen in unserer Region. Jetzt wird es eine Neuauflage geben. Dr. Ulrich Wasner, im Lions Club verantwortlich für die Organisation des Projekts, beantwortete unsere Fragen.

Im letzten Jahr waren die Lions-Adventskalender sehr schnell vergriffen. Was hat das Projekt so erfolgreich gemacht?

Die 2 500 Kalender waren ruck-zuck verkauft, und in der zweiten Novemberhälfte war es fast unmöglich, noch einen zu erwischen. Der Grund: Hinter jedem einzelnen Kalendertürchen verstecken sich attraktive Gewinne. Insgesamt waren es mehr als 500 Sach- und Bargeldpreise im Wert von über 18 000 Euro. Doch selbst dann, wenn man nicht zu den glücklichen Gewinnern gehörte, hatte man mit dem Kaufpreis von fünf Euro etwas sehr Gutes getan, denn der Erlös von 12 500 Euro hat ungeschmälert wohltätige Zwecke in der Region unterstützt.

Wer waren denn die Käufer der Adventskalender?

Das waren nicht nur Menschen, die damit ihrer Familie eine Freude gemacht haben. Vielmehr war Kalender auch für viele Firmen ein ideales Nikolausgeschenk an Mitarbeiter und Geschäftsfreunde. Er wurde auch an Haushaltshilfen, Sportsfreunde oder liebe Nachbarn als kleine Aufmerksamkeit weitergegeben.

Alle Sachpreise werden von Unternehmen aus unserer Region gespendet. Was ist deren Motivation?

Zuerst stehen auch sie hinter der guten Sache. Für diese Großzügigkeit sind wir den Händlern, Gastronomen und Dienstleistern auch in diesem Jahr wieder sehr dankbar. Aber die Aktion bietet ihnen auch eine sympathische Plattform, mit möglichen Kunden in Kontakt zu treten. Von der Namensnennung oder dem Logo auf dem Kalender, über die tägliche Verlosung und Presseveröffentlichung, bis hin zur persönlichen Übergabe des Gewinns im Geschäft.

Ist denn in diesem Jahr sichergestellt, dass jeder, der einen Adventskalender kaufen will, auch einen bekommt?

Wir haben die Auflage auf 3 000 Stück erhöht. Der Preis ist der gleiche geblieben: fünf Euro. Wir hoffen, dass wir in der kurzen Zeit vom 1. bis 30. November wieder ausverkauft sein werden, denn nur dann haben wir die Einnahmen, die wir brauchen, um alle wohltätigen Projekte voll zu unterstützen.

Bei 3 000 Kalendern wären das 15 000 Euro. Wer bekommt das Geld?

Es kommt wiederum der Kinder- und Jugendarbeit unseres Clubs an Grundschulen und weiterführenden Schulen in Rodgau und Rödermark, dem Hospiz am Wasserturm in Jügesheim sowie erstmals auch allen vier Tafeln in Rodgau und Rödermark zugute.

Von der Planung, der Gewinnbeschaffung, dem Druck der Kalender, bis hin zum Verkauf ist das jede Menge Arbeit. Bekommen Sie dafür Hilfe von außen?

Unsere „Nikolauswerkstatt“ arbeitet dafür bereits auf Hochtouren und kennt keine Kurzarbeit. Das Allermeiste machen wir Lions selbst. Aber wir haben zwei Helfer: die Bürgermeister von Rodgau und Rödermark, Jürgen Hoffmann und Jörg Rotter. Sie haben sich wieder bereit erklärt, die Schirmherrschaft zu übernehmen.

Welcher junge Designer hat denn den 2020er Lions-Adventskalender gestaltet?

Die Gestaltung ist das Ergebnis eines kleinen Wettbewerbs an der Münchhausen-Schule. Unter der Leitung von Gabriele Prantle hat eine 3. Klasse voller Begeisterung entzückende Bilder gemalt, von denen wir eines für die Vorderseite des Kalenders ausgewählt haben. Weitere von diesen kreativen Kindern gemalte Motive haben wir für die Bebilderung hinter den Kalendertürchen genutzt.

Wo erfahre ich, wie ich an den Kalender komme?

Die Verkaufsstellen werden rechtzeitig vor dem Verkaufsstart am 1. November sowohl in der Presse als auch auf unserer Internetseite bekannt gegeben.

Das Gespräch führte Bernhard Pelka

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