Regionaler Leckereien locken Besucher an

Feinkostmesse macht Lust auf mehr

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Wieder dabei und einzige „echte“ Rödermärkerin: Rita Pförtke mit ihrem seit 1897 in Familientradition hergestellten und von ihr vertriebenen „Waldgold Kräuterlikör“.

Ober-Roden - Unsere Region hat viel mehr Leckereien zu bieten, als man glaubt. Rödermärker müssen gar nicht weit gehen, um an Feinkost & Co. zu kommen. Das führte die jüngste Delikatessen-Messe in der Kulturhalle deutlich vor Augen.

Fast schon auf heimischem Terrain fühlte sich der Marmeladenflüsterer aus Klein-Krotzenburg, Andreas Buhl, in Ober-Roden. 

Zum zweiten Mal öffnete die eintägige Genusserlebnismesse „Fein & lecker“ mit ihren Ständen in der Kulturhalle und präsentierte schon vor dem Eingang die erste Neuerung: ein kleiner „Streetfood Park“ mit vier mobilen Anbietern. „Letztes Jahr fehlte den Besuchern noch so eine richtige Imbissmöglichkeit – diesen Wunsch haben wir mit dem Trend zu Street Food verbunden und unser Angebot damit erweitert“, freut sich Veranstalter Lutz Kehden, der mit dieser Alternative zu den größeren Ballungsräumen und mit den Bedingungen rund um die Kulturhalle hoch zufrieden ist. Mehrere Anbieter der hochwertigen, dafür aber auch relativ hochpreisigen Leckereien von Kaffee bis Champagner und von Trüffeln bis geräucherten Fischsorten waren erneut vor Ort, obwohl sich die Messe erst noch größer herumsprechen muss.

Wieder dabei und einzige „echte“ Rödermärkerin: Rita Pförtke mit ihrem seit 1897 in Familientradition hergestellten und von ihr vertriebenen „Waldgold Kräuterlikör“. Fast schon auf heimischem Terrain sah sich aber auch der Hainburger Andreas Buhl mit seinem „Marmeladenladen“. Er ist mit seinen handgemachten Köstlichkeiten regelmäßig in den „geraden“ Wochen donnerstags auf dem Rodau-Markt in Ober-Roden vertreten und schwärmt von dessen angenehmer Atmosphäre.

Ansonsten kristallisierten sich neben echten Luxusgütern vor allem zwei große Schwerpunkte heraus: die regionalen und in eigens dafür ausgestatteten Küchen extra zubereiteten Obst- und Gemüseprodukte von Marmeladen über Pesto bis zu Chips einerseits, und der in denTrend zu Gin in jeder Version. Allein vier Stände mit Produkten rund um diesen angesagten Wacholderbrand boten kleine Kostproben an. Der Frankfurter Stand von „Babba Rossa“ („Frankfurts Finest Spirits!“) etwa verband ihn mit Kaffeesorten verschiedener Art – Lebensgenuss pur. Und womit trinkt man Gin am besten?

„Ein guter Gin lässt sich durch kein Tonic versauen“ kam als Antwort vom Stand von „ReGINerate“ vom Niederrhein, einer der Möglichkeiten für eine Gin-Verkostung. Dort bot man vom Destillieren bis zum Abfüllen alles aus eigener Hand an, alles gemäß dem Motto „Trinkt weniger, aber besser!“

Kulinarische Experimente mit Muscheln

Nimmt man sich da nicht die Kunden gegenseitig weg? „Ich glaube derzeit noch nicht“, erläuterte Florian Schulz von Bembel-Gin Rodgau, der neben dem Gin-Baukasten fürs häusliche Vergnügen auch den „Eintracht-Bembel-Gin“ in der urigen Tonflasche anbietet. „Noch geht die Nachfrage nach oben. Wann die Stagnation kommt, ist noch unklar, aber dann werden wir hoffentlich rechtzeitig reagieren können. Und ein paar Liebhaber bleiben immer dabei.“

Aus Rodgau war neben dem „Hessen Imbiss“ mit seinem neuen mobilen Stand und mit Spezialitäten wie Handkäs-Bratwurst und Spundekäs auch Renate Haller mit ihrem Bioladen dabei – vegetarische Brotaufstriche, Naturkostprodukte, Käsespezialitäten und ihr hierzulande bekannter Name lassen den Stand stets gut besucht sein.

Auch sie ist wie alle anderen hinter den liebevoll arrangierten Ständen auch online vertreten und zwischen den Messen erreichbar. Kontakt zum Veranstalter: www.feinundlecker-messe.de. (chz)

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