Ober-Roden feiert vier Tage Kirchweih

Herz der Kerb schlägt im „Dinjerhof“

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Rathaussturm oder Kerb? Was ist Ober-Rodens größtes Straßenfest? Der Kerbvereinsvorsitzende Christian Christ hofft am Wochenende auf besseres Wetter als voriges Jahr.

Ober-Roden - Ein herzerfrischender Mundartabend des Heimat- und Geschichtsvereins eröffnet am Freitag, 20. September, um 19.30 Uhr im „Dinjerhof“ die Owweräirer Kerb. Der HGV präsentiert Gedichte, Texte und Lyrik im heimischen Dialekt. Und natürlich wird dabei die Kerb wieder ausgegraben, bei der sich die diesjährigen Kerbburschen namentlich vorstellen.

Mit viel Tradition geht’s am Samstag weiter: Nachmittags pflanzen die Getreuen des Kerbvereins wieder einen „Quetschebaum“ am TG-Gelände, ehe es um 16.15 mit dem Aufstellen des Kerbbaums auf dem Marktplatz und dem Freibieranstich – die Kerb so richtig Fahrt aufnimmt. Der Kirchgang der Kerbburschen um 17.30 Uhr macht den Weg frei zu einem geselligen Abend auf der budenumrahmten Kerbmeile zwischen Pfarrgasse und Rathausplatz. Der Kerbverein lädt ab 19 Uhr im „Dinjerhof“ zu regionalem Bier, Pfälzer Wein, Mispelchen und Musik von DJ Sommer ein.

Kaffee, Kuchen und ein gepflegter Frühschoppen bilden den Auftakt am Sonntag. Der Kerbumzug ab 14.45 Uhr vom Bahnhof zum „Löwen“ wird vom Musikzug der TG Ober-Roden begleitet, ebenso der Kerbspruch „vorm Mortsche“. Ab 17 Uhr gibt’s im „Dinjerhof“ Livemusik mit „Let the Butterfly“.

Ob die Kerb nun das größte Straßenfest war, kann dann am Montag beim Frühschoppen diskutiert werden. Gegen 20 Uhr ist"s dann wieder aus mit der Owweräirer Kerb: Dann wird am Gleisdreieck hinter der Kulturhalle die „Kerbboppe“ verbrannt.

Von den Vereinen haben uns bisher der FC Germania und die Kolpingsfamilie ein Kerbprogramm gemeldet.

Die Germania steigt am Freitag ab 20 Uhr mit einem Oldie-Abend, bei dem DJ Flo auflegt, ins Kerbgeschehen ein. Samstags ist das Zelt ab 15 Uhr geöffnet, ab 19 Uhr macht DJ Robby Musik. Weißwurst, Brezn und Weizenbier locken am Sonntag ab 11 Uhr zum bayrischen Frühschoppen. Der Montags-Frühschoppen beginnt um 11.30 Uhr und klingt ab 18 Uhr mit DJ Robby aus.

Die Kolpingsfamilie bittet ebenfalls am Montag ab 11 Uhr zum Frühschoppen in den „Dinjerhof“. Chefköchin Manuela Murmann serviert Kartoffelgemüse mit Frikadellen zum Preis von 4,50 Euro und appelliert: „Bitte aufrunden!“. Denn die Kolpinger wollen vom Kerberlös Hühner für afrikanische Kleinbauern finanzieren. Für fünf Euro können die ein Stück Federvieh kaufen, das außer Eiern noch Dünger für die Beete hinter der Hütte liefert. Außerdem können die Gäste ausrangierte Handys oder Smartphones spenden. Die werden an die „Aktion Schutzengel“ weitergeleitet. Kuchenspenden fürs Kerbbüfett sind natürlich willkommen.  chz

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