Neustart viel schwieriger als gedacht

Sportbetrieb der Turnerschaft beginnt mit Leichtathletik und Tischtennis

+
Der Sportbetrieb der Turnerschaft Ober-Roden beginnt mit Leichtathletik und Tischtennis. (Symbolbild)

Als die Spitzen der hessischen Politik nach den erneuten Abstimmungsgesprächen von Bundesregierung und Landesvertretungen in ihrer Pressekonferenz verkündeten „Ab Samstag können die Sportplätze wieder öffnen“, da hatte doch tatsächlich wenige Minuten später der TS-Platzwart die erste WhatsApp-Anfrage „Wann kann ich trainieren?“ in seinem Postfach.

Ober-Roden – Einen Tag später lag dann Schwarz auf Weiß vor, welche behördlichen Vorgaben für die Praxis erfüllt werden müssen. Und da war’s schnell vorbei mit dem Optimismus, dass der Ball gleich wieder rollen könnte an der Dr.-Walter-Kolb-Straße. Die „Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung Hessen“, die zusammen mit den Regelungen und Auflagen aus dem aktuellen Erlass des hessischen Innenministeriums den Rahmen bilden, in welchen Grenzen der Vereinssport wieder aufgenommen werden kann, erzeugte beim Vorstand der Turnerschaft nämlich „allgemeine Schnappatmung“. Und als dann auch noch die Handlungs-Empfehlungen der Sportverbände auf dem Tisch lagen, da war noch mehr klar, dass an normale Vereinsarbeit weiterhin überhaupt nicht zu denken ist.

Vor allem „Kontaktsportler“ wie die Fußballer müssen sich gedulden; der Einstieg in das Training ist hier mit besonders hohen Auflagen verbunden. Und mit erheblichen Risiken für Vorstand, Trainer und Sportler selbst. Die Fußball-Übungsleiter und die Abteilungsleitung der Turnerschaft entschieden sich daher in einer kurzfristig anberaumten Besprechung einhellig dafür, den Trainingsbetrieb bis auf Weiteres ruhen zu lassen.

Die Saison 2019/2020 ist für Amateurfußballer de facto vorbei.

Innerhalb der TS berieten die Abteilungen Leichtathletik und Sportabzeichen, die Übungsleiterinnen und Übungsleiter Turnen, Gymnastik, Jazztanz und Trendsport sowie der Bereich Tischtennis über die neuen Vorgaben. Hier stellt sich die Situation um einiges unproblematischer dar.

So läuft der Sportbetrieb ab heute im Breitensport und im Tischtennis langsam wieder an. Allerdings: Die Senioren-Sportgruppen, alle Kindergruppen im Turnen und Jazztanz sowie die komplette Fußballabteilung pausieren weiterhin.

Die Leichtathletik-Jugend absolviert jeweils montags von 18 bis 19.30 Uhr eine Übungseinheit. Am Start sind auch unter Berücksichtigung der Pandemie-Auflagen die Walking-Treffs. Barbara Schmidt begleitet sowohl den Montag (18.15 Uhr ab Sportplatz) als auch den Dienstag (8.15 Uhr ab Sportplatz). Der Sonntags-Lauftreff geht ab 10 Uhr an den Start. Die Sportabzeichengruppe pausiert bis Ende der Sommerferien.

Montags ab 19 Uhr findet ein eingeschränktes Tischtennis-Training statt. Die Jugendtanzgruppen nutzen nach individueller Absprache mit ihren Übungsleiterinnen im Hinblick auf die neue Fastnachtskampagne ebenfalls die Turnhalle als Übungsraum. Die Gymnastikstunden und Kurse mit Monika Müller, Claudine Rasch und Manuela Weber pausieren zunächst bis zum 5. Juni.

Sollte die Politik nach ihrer für den 5. Juni angekündigten Neubewertung der Lage weitere Lockerungen beschließen, dann wird natürlich auch TS-intern neu beraten. Der Vorstand bittet um Verständnis für seine vorsichtige Bewertung beim Weg in die Normalität. Die Gesundheit der Trainer, Betreuer, Aktiven, Eltern und der Kinder steht über allem. Die aktuellen Vorgaben und Empfehlungen sind in ihrer Gänze nicht so einfach umsetzbar. Im Sinne aller wurde deshalb für jede Abteilung einzeln abgewogen und vereinzelt eine schrittweise Wiederaufnahme beschlossen, während andere Abteilungen weiterhin pausieren.

In Zwischenstufen auf ein einigermaßen normales Vereinsleben hinarbeiten: So ist derzeit das Arbeitsfeld des Vorstands der TS zu beschreiben. Eigentlich hatte der im Frühjahr und Sommer 2020 ganz anderes im Sinn. Sportlich und gesellig wollte Ober-Rodens ältester Sportverein mit vielen Gästen den 125. Geburtstag zu feiern.

Stattdessen muss man sich intensiv den Herausforderungen stellen, welche die derzeit so oft beschriebene „neue Normalität“ an Auflagen mit sich bringt. Und die tangieren natürlich auch nicht unwesentlich den geselligen Bereich.  lö

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare