Luftige Runde über die Orwischer Kerb

Riesenrad ist die Kerb-Attraktion

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Eine Neuerung seit 2011, die gerne zur Tradition werden darf. Sobald der Kerbborsch sicher in seinem Baum sitzt, gehen Kerbkommission, -buben und -mädchen mit dem spielenden Jugendorchester des MV 06 zum Riesenrad und drehen einige Runden.

Urberach (chz) - Traumwetter, dicht gedrängte Menschenmengen wie zu den besten Kerbzeiten, prächtige Laune, gut gefüllte Zelte mit Disconebel und friedlich auf den Tischen feiernden Kerbgästen, zufriedene Betreiber an den Vergnügungsständen und Karussellen – die Orwischer Kerb 2012 kann sich wieder einmal sehen lassen.

Höhepunkt schon optischer Art ist auch in diesem Jahr wieder das Riesenrad, in das sich nach der Eröffnung der Kerb auch die gesamte Kerbprominenz schwang, begleitet vom schwungvoll aufspielenden Jugendorchester des Musikvereins 06 Urberach. Spätestens dann wusste auch der letzte Orwischer: die Kerb is’ do!

Zuvor hatten die jungen Musiker den schmucken Kerbborsch „Emmiel“ (der ‚Eifrige’) auf seinem feuerwehrgesicherten Weg in den stattlichen Kerbbaum begleitet und auch dem Ersten Stadtrat den Orwischer Kerbmarsch geblasen, während er mit überraschend wenig Schlägen dem Freibier-Fässchen zuleibe rückte.

Bilder von der Orwischer Kerb

Orwischer Kerb

Rasch floss das süffige Nass in die bei der spätsommerlichen Hitze wahrlich durstigen Kehlen. Auch Klaus Gaebler, der Pfarrer, dessen Kirche der Kirchweih ihre Berechtigung gibt, wünschte der Kerb einen guten Verlauf. Dass Freibier oder Cocktails allerorten zu keinem bösen Ende führten, dafür sorgte eine starke, aber unaufdringliche Polizeipräsenz. Sie ließ es recht friedlich bleiben.

Friedlich, aber herrlich laut ging’s in den Zelten den ganzen Abend über zu, und vor allem das bunte Programm von „Rock an Kerb“ lockte nicht nur jüngere Besucher auf den Platz der Offenen Arbeit.

Vereine auf der bunten Kerbmeile

Viele Rödermärker Vereine gaben sich wieder ein Stelldichein auf der bunten Kerbmeile, so etwa der Kleingärtnerverein, der mit Blumen und leckeren Tröpfchen auf sich aufmerksam machte. Kinder waren noch spät abends bei Kinder- und Kettenkarussell oder Autoscooter glücklich, und auch die blauen Crepes am Stand der Jugendfeuerwehr fanden ebenso regen Absatz wie frische Kartoffelchips, Magenbrot oder Zuckerwatte.

Noch hat er festen Boden unter den Füßen, der schmucke Kerbborsch „Emmiel“, und lauscht wie auch Kerbkommission oder Kerbburschen und –mädchen den Begrüßungsworten von Moderator Werner Popp. Doch bald geht’s in luftige Höhen nach oben.

Mitten in die Vollmondnacht hinein verzauberte ein ungewöhnlich schönes Feuerwerk mit ganz neuen Effekten Hunderte Gäste rund um die Kerbmeile. Der Sterneregen und die großflächigen Lichtvorhänge, die hinter der Galluskirche hoch am Himmel aufleuchteten, waren wirklich sehenswert. Und wozu ein romantisches Feuerwerk in einer Vollmondnacht alles motiviert, zeigte sich danach auf der Bühne der offenen Arbeit zwischen kraftvollen Hardrock-Bands: Da lag Florian Althaus, der Chef des Kerbspruchs, im Frack auf den Knien vor seiner langjährigen Freundin Angela und machte der völlig Überraschten einen gereimter Heiratsantrag. Wo geht das wohl rührender als auf der Kerb mit einem privaten Gitarrenständchen...

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