Christa Wolter leitet Seniorentanz und Seniorengymnastik in Rödermark mit viel Freude

Regelmäßig existieren Wartelisten

Christa Wolter übernahm schon vor 20 Jahren die Leitung Seniorengymnastik.
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Christa Wolter übernahm schon vor 20 Jahren die Leitung der Seniorengymnastik.

Urberach/Ober-Roden – Eigentlich sind es zwei schöne Geburtstage: 20 Jahre Seniorengymnastik und zehn Jahre Seniorentanz mit Kursleiterin Christa Wolter – zwei runde Zahlen, die aber beide nicht ganz stimmen, da in letzter Zeit eine Corona-Pause eingelegt werden musste. Nun geht es wieder los – wie lange, weiß derzeit niemand. Deshalb begrüßen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erst einmal in diesen Wochen, dass sie wieder tanzen und turnen dürfen – vielleicht auch weiter, da alle doppelt geimpft sind.

Dass Christa Wolter die Senioren nun schon so lange sportlich begleitet, ist eine der vielen Zufälle im Leben. Viele Jahre lang hatte die damalige Leiterin des städtischen Sozialdienstes Renate Naumann den Seniorentreff gemeinsam mit Inge Spieler vor Ort geleitet und 1998 die Seniorenhilfe gegründet, unter anderem mit Angeboten zur Seniorengymnastik. Als sie aufhörte, übernahm Christa Wolter „nur mal vorübergehend“ ihre Gymnastik-Aufgaben – daraus wurden nun 20 Jahre. Das Angebot kam gut an. Inzwischen gibt es regelmäßig Wartelisten – die Kunden warten lieber auf einen freien Platz, als sich einer anderen Gruppe anzuschließen.

In der Seniorengymnastik sind die derzeit meist 16 Frauen und zwei bis drei Männer zwischen 70 und 89 Jahre jung – Elisabeth Eder etwa ist (ebenso wie Hannelore Hornung) schon die gesamten 20 Jahre dabei und war zuvor schon in der Betriebssportgruppe der Firma TN. Für die wenigen Herren beschreibt Peter Keitsch augenzwinkernd die Lage: „Solange wir machen, was sie da vorne sagt, ist ja alles in Ordnung!“ Vergnügt sehen fast alle in der Gruppe beim Turnen aus, zumal die bunte Mischung beliebter Oldies als musikalischer Hintergrund einfach gute Laune macht. Auf der Stelle laufen, Arme kreisen, Fuß kreisen, andere Richtung, und das alles während des Turnens ohne Maske, damit die Luft reicht.

Dieser Tage fing nun ein neuer wöchentlicher Tanzkurs an. „Tanzen fördert das Gleichgewicht und die Konzentration und lässt damit die Lebensfreude steigen“, begründet Christa Wolter den Einsatz. Getanzt wird in der Halle Urberach – pandemiegerecht mit viel Platz. Den haben auch die derzeit 24 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Seniorengymnastik – selbstverständlich alle geimpft, genesen oder getestet. In Ober-Roden steht dafür der Rotahasaal zur Verfügung.

Dass Christa Wolter damals mit der Tanzausbildung anfing, geht auch auf den früheren Rödermärker Leiter der Sozialen Dienste, Wolfgang Geiken-Weigt, zurück: „Ich habe sie anfangs ermutigt, einen Kurs zu belegen. Und inzwischen ist das längst ein Traum für die Stadt, da die Einnahmen die Kosten übersteigen.“

Für die Teilnehmer kosten 15 Stunden 60 Euro, ermäßigt 30 Euro. Christa Wolter wollte eigentlich selbst nur die Ausbildung im Grundkurs ablegen. „Daraus wurden drei Jahre Lernen – weil es mir unglaublich viel Spaß gemacht hat“, beschreibt die längst routinierte und überaus agile Kursleiterin die Situation. Und sie spürt, dass die Teilnehmer das ganz ähnlich empfinden. (Von Christine Ziesecke)

Kontakt

Christa Wolter, Telefon 06074 90880.

Arme und Beine, Rücken und Kopf werden gleichermaßen belastet bei der Seniorengymnastik von Christa Wolter. Und das schon beim schonenden Aufwärmen in der Halle.

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