„Rodgau Monotones“ gratulieren Tennisclub Grün-Weiß

Emotionales Geburtstagsständchen

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Einen ganzen Abend lang Geburtstagsständchen für den 50 Jahre jungen Tennisclub Waldacker spielten die „Rodgau Monotones“ in die Kulturhalle.

Ober-Roden -  Der Tennisclub Grün-Weiß Waldacker feierte seinen 50. Geburtstag in der Kulturhalle. Die „Rodgau Monotones“ brachten vor Hunderten von Gästen ein zweistündiges Ständchen, das einen sehr berührenden Ausklang hatte. Von Christine Ziesecke 

Ein Geschenk soll meist das Geburtstagskind, noch besser aber auch dessen Umfeld erfreuen, und das erlebte Ober-Roden am Samstagabend. Ganz schön laut und fit für zusammen 90 Jahre: 50 Jahre Tennisclub Grün-Weiß Waldacker und 40 Jahre „Rodgau Monotones“.

Zu jedem Spaß bereit war das Publikum des TCW in der Kulturhalle – erst recht natürlich bei den Ohrwürmern der „Monotones“ wie etwa „Die Hesse komme!“  

Es gab da schon immer Berührungspunkte: Monotones-Schlagzeuger Jürgen „Mob“ Böttcher war lange Zeit Mitglied beim TC Waldacker und ist erst jetzt durch seinen Umzug in den Taunus raus aus dem Tennisleben von Waldacker; er hatte die Kontakte geschaffen und rückte nun mit der ganzen Kulttruppe in der Kulturhalle an. Und die „Monotones“ machten wie immer ihrem ihr Ruf alle Ehre. Auch wenn der eingefleischte Fan fast jeden Schritt und jede Variante ihrer Lieder kennt: Die Band schafft es immer wieder, ihre Zuhörer zu überraschen, mit neuen Überleitungen etwa oder langen wunderschönen Soli der sonst eher im Hintergrund stehenden Instrumentalisten, allen voran Raimund Salg an der Gitarre,

Joky Becker am Bass und Ali Neander (dem ersten Zivi der Evangelischen Kirchengemeinde Ober-Roden) an der Gitarre. Immer ein Highlight: Matthias Dörsam am Saxophon. Sänger Peter Osterwold ist ein bisschen wie ein zu groß geratener Wichtel auf der Bühne, der alle auf der anderen Seite zu fesseln und zu erheitern weiß.

Und was Kerstin Pfau leistet, ist auch nach so vielen Jahren einfach nur erstaunlich: Man weiß nicht, ob man ihre kraftvolle Rock- und Bluesstimme mehr schätzen soll oder ihre körperliche Dynamik, wegen der sie kaum einen Moment still steht. Die echten „Monotones“ halt, wie seit vielen Jahren kennt und liebt – auch wenn ihnen kleinere Bühnen wie etwa beim Zeltfest des Kerbvereins 2016 besser „stehen“ als diese große in der Halle.

Die Bewirtung hatte der Tennisverein, der derzeit rund 235 Mitglieder hat, selbst übernommen – so unkompliziert wie möglich: ausschließlich Getränke in Flaschen, dafür regelmäßige „Einsammler“ quer durch die Zuhörer unterwegs, und es funktionierte sehr gut. Wasser, Bier, Gespritzter – mehr braucht man nicht als echter „Monotones“-Fan.

Und diese Fans waren durchaus im Schnitt fast so alt wie der Verein, dem sie den Auftritt zu verdanken hatten. Die T-Shirts im Publikum riefen alle großen Konzerte der Kultband in Erinnerung zurück.

Fotos zum Rodgauer Strandbadfestival 2017

Es war eine schöne Idee der Grün-Weißen, auf „regionales Kulturgut“ zurückzugreifen. Was besonders deutlich wurde, als in der ersten Zugabe nach rund zwei Stunden Konzert ohne Pause das einfühlsame Lied „Joe ey Joe“ erklang über den gerade verstorbenen „ganz besonderen Popstar“ der Ober-Röder Szene. Der tosende Beifall des Publikums danach galt sicher nicht nur der Live-Uraufführung dieses Songs durch die sichtlich berührte Band.

Eine weitere Jubiläumsveranstaltung ist die Tennis-Stadtmeisterschaft, die am vorletzten Wochenende mit den Doppeln begann und am kommenden Wochenende mit den Mixed-Partien weitergeht. Am Ober-Röder Kerb-Wochenende werden die Einzel ausspielt. Ab 17 Uhr wird dann Bürgermeister Roland Kern am 23. September die Sieger ehren.

Infos unter www.tcwaldacker.de

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