„Die Stadt ist gerüstet“

Coronavirus: Mann aus Rödermark kommt mit Symptomen aus Hongkong zurück  

In Rödermark gab es einen ersten Verdacht auf das Coronavirus (Symbolbild).
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In Rödermark gab es einen ersten Verdacht auf das Coronavirus (Symbolbild).

Ein Mann aus Rödermark zeigte Symptome des Coronavirus, nachdem er aus Hongkong wiedergekommen war. Nun wurde der Verdachtsfall geklärt.

  • Erster Verdacht auf Coronavirus in Rödermark
  • Gute Kommunikation mit dem Katastrophenstab
  • Verdachtsfall konnte schnell geklärt werden

Rödermark – In der Stadt Rödermark (Kreis Offenbach) hat es den ersten Corona-Verdachtsfall gegeben, der sich zum Glück allerdings nicht bestätigte. Das teilte Bürgermeister Jörg Rotter am Donnerstag (05.03.2020) während der Magistratspressekonferenz mit. Symptome habe ein Mann gezeigt, nachdem er von seiner Dienstreise aus Hongkong (mit Zwischenstopp in Dubai) nach Rödermark zurückgekehrt war. Aschermittwoch habe der Katastrophenstab beim Landkreis Offenbach in Person von Landrat Oliver Quilling ihn informiert, sagte Rotter. Noch am Abend desselben Tages sei die Entwarnung gekommen.

Der Mann war in einer Klinik untersucht worden: negativ. Auch seine Familie wurde getestet: ebenfalls negativ. Das habe nicht nur für die A-Proben, sondern auch für die B-Proben gegolten. Da die Familie in der fraglichen Zeit keine Sozialkontakte gehabt habe, sei es nicht erforderlich gewesen, die Tests auf weitere Personen auszudehnen.

Coronavirus: Verdachtsfall in Rödermark - Bürgermeister lobt Katastrophenstab

Rotter lobte vor der Presse die Kommunikation mit dem Katastrophenstab beim Landkreis. Selbstverständlich hätten sich Magistrat und Verwaltung der Stadt Rödermark mit diesem Thema beschäftigt. „Die Stadt ist gerüstet“, betont der Bürgermeister. Man befinde sich in engem Kontakt mit den übergeordneten Behörden. Es gebe allgemeine Pandemiepläne, nach denen im Ernstfall zu handeln sei.

Nach einer Unterredung im Kreishaus habe auch die Stadt Rödermark auf Anregung von Landrat Oliver Quilling, der für den Katastrophenschutz im Kreis verantwortlich ist, einen Verwaltungsstab eingerichtet.

Verdacht auf Coronavirus in Rödermark: „Keinen Anlass die Kita zu schließen“

Dem Gremium gehören neben dem Bürgermeister und der Ersten Stadträtin Andrea Schülner die Leiter des Hauptamtes, des Ordnungsamtes und des Brandschutzes an. Notwendige Maßnahmen würden in dieser Runde besprochen und mit dem Landrat abgestimmt. Zum Beispiel seien die Kita-Leiterinnen angewiesen worden, Hygienevorschriften für die Kindertagesstätten, die der Kreis herausgegeben habe, unverzüglich umzusetzen. „Im Moment gibt es aber keinen Anlass, Kitas zu schließen“, so der Bürgermeister. Die Kitaleitungen hätten für die vorhandenen Spender eine ausreichende Menge Desinfektionsmittel geordert. Spender sollten jetzt auch in den Rathäusern jeweils im Eingang an den Wänden angebracht werden. „Im konkreten Fall sind in letzter Konsequenz aber der Landrat und das Sozialministerium zuständig.“

Für Informationen rund um das neue Coronavirus hat die Stadt Rödermark auf der Startseite ihrer Homepage einen Link eingerichtet, über den man auf eine entsprechende Seite beim Kreis Offenbach gelangt. 

Von Bernhard Pelka

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