Achtung, Lärm!

Dürre zwingt Ortslandwirt zu Nacht-Arbeit auf dem Feld

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Milchviehbauer Werner Gaubatz ist in einer Notlage. Die Dürre zwingt seinen Mais in die Knie. Sofern der Ortslandwirt noch länger wartet, ist so viel Feldfrucht verbrannt, dass sie nicht mehr als Winterfutter für seine 190 Tiere auf dem Hof taugt.

Rödermark - Milchviehbauer Werner Gaubatz ist in einer Notlage. Die Dürre zwingt seinen Mais in die Knie. Sofern der Ortslandwirt noch länger wartet, ist so viel Feldfrucht verbrannt, dass sie nicht mehr als Winterfutter für seine 190 Tiere auf dem Hof taugt.

Folglich wird Gaubatz am Mittwochmorgen, 2 Uhr, mit dem Häckseln beginnen. 20 Hektar Mais werden lautstark zerkleinert. Das wird man sicher in Ober-Roden, aber auch in Nieder-Roden, hören. Der Landwirt hat dafür eine Ausnahmegenehmigung. Freitagmorgen, 2 Uhr, geht’s dann weiter. Der Mais muss nachts gehäckselt werden, da die Stängel am Tag einfach zu heiß sind. „Das schimmelt uns dann später im Silo und verdirbt“, erläutert Gaubatz.

Wo immer er derzeit zu Gange ist, ziehen Staubwolken hinter seinem Arbeitsgerät hinterher. Meist gesellen sich dann Störche – wie auf unserem Foto – hinzu, um sich „um die paar Heuschrecken zu streiten, die die Hitze übrig gelassen hat“. Von ländlicher Idylle derzeit also keine Spur – eher ist das Überlebenskampf. (bp)

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