Rödermärker Grundschulen

300 neue Erstklässler und so viele Lehrer wie noch nie

Im Pausenhof begrüßte Rektorin Andrea Schöps (Mitte) die Erstklässler der Schule an den Linden. Die Kinder wurden in kleinen Gruppen eingeschult.
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Im Pausenhof begrüßte Rektorin Andrea Schöps (Mitte) die Erstklässler der Schule an den Linden. Die Kinder wurden in kleinen Gruppen eingeschult.

Ausgerechnet im Krisenjahr sind die Grundschulen in Rödermark mit Personal so gut versorgt wie lange nicht mehr. Mit einem kleinen Programm hießen sie gestern 300 neue Erstklässler willkommen.

Rödermark – Zum dritten Mal hintereinander wurden in Rödermark mehr Erstklässler eingeschult. Gestern begann für 300 Kinder der in diesem Jahr coronabedingt wörtlich zu nehmende Ernst des Lebens. 2019 waren"s 274, 2018 sogar nur 257 Erstklässler.

In Urberach lagen die Schultüten bereits in den Klassenräumen; die Ranzen standen wie ein Schatz neben den Neuen der Schule an den Linden. Unruhige, unsichere und suchende Blicke in die Familien waren ebenso zu sehen wie solche der Marke „Was kostet die Welt?“ Rektorin Andrea Schöps versprach den Neuen, dass ihre Tür immer offen steht bei Fragen, Sorgen oder Lob – für Kinder wie für Eltern.

Unabhängig von allen Corona-Risiken warten einige Herausforderungen auf die Rektorin. Erstmals wurden in Urberach sechs Klassen eingeschult. Die Fülle von 140 neuen Kindern verlangt dem Team einiges ab, doch die Schule an den Linden ist personell sehr gut aufgestellt und hat alle Stellen besetzt. „Sogar zum Schwimmen können unsere älteren Schülerinnen und Schüler gehen; wir haben genügend Betreuung“, blickt Andrea Schöps guter Dinge auf die kommenden Monate.

Und hoch damit: Erstmals seit Jahren durften die Neuen der Trinkbornschule ihre Schultüten wieder mit in die Kulturhalle bringen. Platz genug gab"s ja.

Ähnlich sah"s in Ober-Roden ihr Kollege Stefan Wesselmann. „Ausgerechnet im Jahr der Krise stehen wir personell so gut da wie nie“, sagte er gegen Ende des dreigeteilten Einschlungs-Marathons zufrieden. Die Trinkbornschule sei mit pädagogischen Kräften „voll versorgt“. Und nicht nur das: Alle Lehrerinnen, die gesundheits- oder altersbedingt zu einer Risikogruppe zählen, kommen freiwillig zum Präsenzunterricht. Dort sitzen ihnen ab heute 160 Kinder gegenüber – in sieben Klassen und einer Vorklasse.

Bürgermeister Jörg Rotter bat die Neuen, Mitarbeiter der Stadt zu werden und wackelnde Platten auf dem Bürgersteig ebenso zu melden wie notorisch zugeparkte Ecken auf dem Schulweg. Den Lohn muss der Bürgermeister seinem jungen Personal aber bis Herbst 2021 schuldig bleiben. Denn vorher gibt"s in Rödermark keine Kerb, auf denen die Kinder ihre Karussell-Chips einlösen können. (Christine Ziesecke Und Michael Löw)

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