Kaum Chancen auf Kreuzungs-Umbau

Hessen Mobil lehnt Kreisel zwischen Ober-Roden und Urberach ab

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Geduldsspiel: Die Ampel an der Kreuzung von Rödermarkring und L 3097 ist nach Ansicht vieler Autofahrer eine Verkehrsbremse. Doch der Umbau der Kreuzung zu einem Kreisel hat bei der Straßenbehörde Hessen Mobil wohl keine Chancen.

Autos sollen die Kreuzung zwischen Ober-Roden und Urberach schneller überqueren können. Zwei Frage wichtige Fragen stehen aber ungeklärt im Raum? Wie soll es geschehen? Und: Wer bezahlt es?

Rödermark – Die Stadt würde die Kreuzung des Rödermarkrings (B 459) mit der L 3097 am liebsten in einen Kreisel umbauen. Der wäre nach Ansicht des Ersten Stadtrats Jörg Rotter das wirksamste Mittel gegen die Staus im Berufsverkehr. Die für Bundes- und Landesstraßen zuständige Behörde Hessen Mobil bleibt ihrer Linie treu: Ihrer Ansicht nach regelt eine Ampel den Verkehr am besten.

Den Kreuzungsumbau fordern auch die Freien Wähler (FWR). Die Staus würden Feuerwehrleute auf dem Weg zur Wache in der Kapellenstraße ausbremsen, klagt ihr Fraktionsvorsitzender Peter Schröder. Das gefährde die Einhaltung der Hilfsfristen. In Hessen muss zehn Minuten nach einem Notruf das erste Feuerwehrauto am Unglücksort sein.

Die FWR bringen zwei Umbauvarianten ins Spiel. Der Kreisel ist eine, längere Abbiegespuren und eine optimierte Ampelschaltung die andere. 200 Meter zusätzliche Fahrbahn, so Schröder, würden den Durchsatz pro Grünphase verdoppeln. Stadtrat Rotter hat sich in Sachen Kreisel bei Hessen Mobil eine Abfuhr geholt. So etwas koste – ohne den Kauf eventuell nötiger Flächen – rund 250 000 Euro. Das will die Landesbehörde nicht bezahlen, eine Ampel sei günstiger. Rotter sieht"s anders. Die Ampel am Breidertring ist genauso groß wie die am Rödermarkring. Für ihre Wartung und eine kleine Reparatur musste die Stadt voriges Jahr 21 000 Euro zahlen, dazu kommen Stromkosten von 7500 Euro.

Hessen Mobil hat die Ampeltechnik zwischen den Stadtteilen Mitte März neu eingestellt und dies der Stadt mitgeteilt. Bis Sommer will die Landesbehörde den Verkehrsfluss auf der stauträchtigen Kreuzung auswerten und und danach weitere Schlüsse ziehen. Nach dem Bau eines Kreisels oder längerer Abbiegespuren klingt das nicht.  

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