Guter Zweck

100 Stadtradler haben ein ehrgeiziges Ziel

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Erste Tritte in die Pedale: Das Stadtradeln 2019 wurde mit einer Storchentour und mit rund 50 engagierten Teilnehmern eröffnet. Christian Beers vom ADFC fuhr vornweg.

Autoverzicht für den Umweltschutz ist in Rödermark guter Brauch. Zum sechsten Mal treten Bürger, Vereinsleute und Politiker in die Pedale, um Kilometer für das Stadtradeln zu sammeln.

Ober-Roden – Mit gut 20 Kilometern auf den Spuren der Störche startete die diesjährige Aktion „Radeln für ein gutes Klima“. Radeln macht in Gesellschaft besonders Spaß, drum begann die dreiwöchige Aktionszeit, die bis zum 19. Juni dauert, auch wieder in Gemeinschaft. Angeführt wurde sie von mehreren Mitgliedern des ADFC, des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs.

Mit rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern quer durch alle Altersschichten ging"s am Ober-Röder Marktplatz los. Der Auftakt führte an die Gersprenz zwischen Eppertshausen und Münster. Denn sowohl dort als auch an der Rodau siedeln seit einigen Jahren viele Störche. „Ich habe vor drei Jahren, als wir gemeinsam mit dem NABU und Schülern der Nell-Breuning-Schule ein Nest hoch über der Kläranlage angebracht haben, den Störchen ein Ultimatum gestellt: Sie sollten sich ansiedeln und Nachwuchs bringen, ehe ich in Rente gehe – und es hat geklappt“, freute sich der scheidende Rathauschef beim Anblick des fütternden Storches und seiner zwei Jungen bei der ersten Rast.

Der Bürgermeister und Christian Beers vom ADFC hatten die die Tour eröffnet und für die Kampagne des Klimabündnisses geworben. Alles weitere dazu, von der Registrierung bis zur eingesparten Abgasmenge, findet sich online unter www.stadtradeln.de/roedermark. Um die eigene Buchführung für die Gesamtabrechnung des durchs Radeln eingesparten Kohlendioxids zu erleichtern, lässt sich am besten die kostenlose Stadtradeln-App aufs Handy laden. So kann man die eigenen Strecken „tracken“ und Kilometer oder Routen direkt eintragen.

Wer sich jetzt noch registrieren möchte, ob alleine oder als Gruppe, oder sich ausgeschriebene Touren anschauen möchte, kann dies nicht nur im Internet tun. Auskünfte gibt auch Klimaschutzmanagerin Daniela Mogk im Ober-Röder Rathaus, z 06074 911-211, E-Mail daniela.mogk@roedermark.de. Sie ist zwar gesundheitlich gerade ausgeknockt und darf selbst nicht aufs Rad steigen, doch für alle Fragen ist sie Ansprechpartnerin.

Derzeit sind 31 Teams mit 100 Radlern aktiv, darunter auch mehrere Parlamentarier. Ihr Ziel: die Rekordzahlen vom vorigen Jahr übertreffen und mit nur wenigen zusätzlichen Kilometern endlich die „Erdumrundung“ mit 40 075 Kilometern gemeinsam zu schaffen.

Und es lohnt sich. Der scheinbar kleine Schritt führt auf direktem Weg auch zur Belohnung: So gibt es zu guter Letzt am im „Dinjerhof“ auch wieder eine Ehrung der besten Gruppen, der Pedalritter mit den meisten Kilometern, der Ältesten oder der Jüngsten. (chz)

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