Runder Tisch Verkehrsprobleme

Rotter will Initiativen mit unterschiedlichen Zielen auf eine Linie bringen

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Die Kreuzung der Traminer Straße mit der Pestalozzi- und Freiherr-vom-Stein-Straße soll zu einem Kreisel umgebaut werden, fordern Anwohner der Urberacher Ortsdurchfahrt. Das kann den Verkehr bremsen.

Ein Runder Tisch soll wieder Bewegung in die Diskussion um eine Entlastung der Hauptstraßen bringen.

Rödermark – Bürgermeister Jörg Rotter will dazu auch die Bürgerinitiativen „Naturnahes Urberach“ und „Verkehrsentlastung für Rödermark“ einladen, die gegensätzliche Interessen verfolgen: Die erste lehnt eine Umgehungsstraße am westlichen Ortsrand ab. Die zweite hält eine neue Straße langfristig für das einzige Mittel, um die Probleme zu lösen.

Rotters Sorge: „Wir dürfen uns nicht uneinig sein. Das würde unsere Position schwächen.“ Denn egal, wohin die Reise geht: Rödermark muss sich mit Bedenken, Kritik und Vorgaben der Landesbehörde Hessen Mobil, den Nachbarstädten Messel und Eppertshausen, Naturschutzverbänden und zwei Landkreisen auseinandersetzen. Ihnen gegenüber müssen die Urberacher mit einer Stimme sprechen, hofft der Bürgermeister trotz weit auseinander liegender Positionen.

Neue Zahlen soll ein Verkehrsgutachten liefern, das am 11. März in einer Sitzung des Ausschusses für Bauen, Umweltwelt, Stadtentwicklung und Energie vorgestellt werden soll. Dann wird sich zeigen, ob die Prognosen von 24 000 Pkw und 3 000 Lkw auf Konrad-Adenauer- und Traminer Straße im Jahr 2025 überholt sind und den Urberachern möglicherweise noch mehr Autos vor ihren Fenstern drohen.

Bis zur Sitzung des Ausschusses liegt auch ein umfangreicher Verkehrsantrag der Freien Wähler (FWR) auf Eis. „Alle Fraktionen haben in den letzten zehn Jahren viele Anträge zu diversen Problemen gestellt und entschieden. Leider hat es in dieser Zeit keine merkbaren Verbesserungen, sondern eher Verschlechterungen gegeben“, kritisiert der FWR-Vorsitzender Peter Schröder. Deutlich werde die Misere an der hohen Belastung der Ortsdurchfahrt Urberach, den Schrankenschließzeiten in Ober-Roden und seit einigen Jahren auch am Radverkehr in Waldacker.

Der Bau einer Umgehungsstraße für Urberach bleibt das erklärte Ziel der FWR. Da Schröder aber frühestens 2023 mit einem Planfeststellungsverfahren rechnet, fordert er ein Bündel von Maßnahmen, die alle Stadtteile betreffen. Dazu gehören unter anderem Tempo 30 in Urberach auf der Konrad-Adenauer-, Traminer-, Robert-Bloch- und Darmstädter Straße sowie in Ober-Roden auf der L 3097, der Bau von Kreiseln an der Taubhaus-Kreuzung und der Kreuzung von Pestalozzi- und Freiherr-vom-Stein-Straße, Lärm- und Feinstaubmessung an den Verkehrsschwerpunkten in allen Stadtteilen, die Verlängerung des Radwegs in Waldacker sowie stärkere Kontrollen von Falschparkern, Lastwagen und Rasern. Ein Verkehrskonzept, das die Stadt mit Hessen Mobil abstimmt, soll das Ganze abrunden.

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