Finanzspritze für die Technik

Kommunale Betriebe Rödermark modernisieren Badehaus – Land gibt Zuschuss für die Technik

+
Gut lachen in der Abendsonne: Staatssekretär Michael Bußer (2. von links) überreichte den Förderscheck des Landes an die Erste Stadträtin Andrea Schülner, KBR-Leiterin Petra Henkel und Bürgermeister Jörg Rotter. Sportkreisvorsitzender Peter Dinkel (links) würdigte das Engagement der Badehaus-Mannschaft für die Vereine.

Das Defizit im Badehaus schrumpft weiter. Die Kommunalen Betriebe (KBR), die das Bad managen, müssen nur noch eine Lücke von 685 000 Euro schließen: 300 000 Euro kommen als regelmäßiger Zuschuss aus der Stadtkasse, 385 000 Euro entnehmen die KBR aus ihren Rücklagen.

Urberach – Zu den Spitzenzeiten hatte das Badehaus mehr als 1,1 Millionen Euro Miese gemacht. „Seit 2009 konnte eine Ergebnisverbesserung von rund 431 000 Euro erzielt werden“, war KBR-Chefin Petra Henkel überaus zufrieden.

Zur guten Laune der Spitzen von Stadt und KBR trug am Mittwochnachmittag der Besuch von Staatssekretär Michael Bußer, dem Sprecher der Hessischen Landesregierung, bei. Sie fördert die Badehaus-Modernisierung mit 70 000 Euro. Das Badehaus hatte Fördergelder für technische und bauliche Maßnahmen wie das Blockheizkraftwerk, die Gebäudeleitstelle als Steuerzentrale des Schwimmbadbetriebes, die Filteranlage, die Beleuchtung der Schwimmhalle und die Sanierung der Umkleiden mit einem Gesamtvolumen von rund 231 000 Euro aus dem Schwimmbad-Investitions- und Modernisierungsprogramm (SWIM) beantragt. Es hat – auf die Jahre 2019 bis 2023 verteilt – ein Volumen von 50 Millionen Euro. Sein Ziel: den Erhalt der Schwimmbad-Infrastruktur in Hessen. 2019 wurden 47 Kommunen gefördert.

Rund 230 000 Euro müssen die Kommunalen Betriebe für die Modernisierung der Badehaustechnik investieren. Das Land beteiligt sich mit einem Zuschuss von 70 000 Euro. 

„Anderswo mach Bäder dicht. Wir aber modernisieren“, machte Bürgermeister Jörg Rotter einmal mehr klar, dass sich Rödermark trotz des Defizits weiter ein Schwimmbad leisten wird. Deshalb könnten auch alle Rödermärker Kinder nach der Grundschule schwimmen. Sportkreisvorsitzender Peter Dinkel hatte zuvor auf das Bädersterben in Offenbach hingewiesen: Von einst vier Schwimmbädern sei nur ein übrig geblieben – „und das ist nicht ganz funktionsfähig“.

KBR-Leiterin Henkel und Bürgermeister Rotter erläuterten Bußer und Dinkel gegenüber, was die KBR getan haben, um das Badehausdefizit zu reduzieren: Sauna und Wellnessbereich, deren Gewinne einst das Schwimmbad finanzieren sollten, wurden nach Jahren mit vielen Miesen 2015 privatisiert. Das Stammpersonal blieb und übernimmt sogar die früher teuer besetzte Leiterstelle in Eigenregie, Aushilfen wechselten in andere städtische Aufgabenbereiche. Events wie 24-Stunden-Schwimmen, mehr Kurse oder die Kooperation mit der Wirtschaftsförderung bringen zusätzliche Besucher.  lö

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare