Stadtentwicklung

Bürgermeister mit Vision: Planungen für Gewerbegebiet – Kommt ein neuer Supermarkt?

Zwischen der Frankfurter Straße und dem Germania-Sportplatz will Bürgermeister Jörg Rotter ein Gewerbegebiet mit einem großen Supermark ausweisen.
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Zwischen der Frankfurter Straße und dem Germania-Sportplatz will Bürgermeister Jörg Rotter ein Gewerbegebiet mit einem großen Supermark ausweisen.

Der Bürgermeister von Rödermark hat Pläne für ein neues Gewerbe- und Sondergebiet. Auch ein neuer Supermarkt zwischen den Stadtteilen gehört zu seiner Vision.

Rödermark – Gelände für einen großen Supermarkt, Ansiedlungsmöglichkeiten für neue und alteingesessene Firmen, weniger (Lkw-)Verkehr an der „Kipferl“-Kreuzung und drumherum: Bürgermeister Jörg Rotter bringt ein Gewerbe- und Sondergebiet nördlich des Germania-Sportplatzes ins Gespräch. Es ist zehn Hektar groß und soll über eine neue Straße erschlossen werden. Rotter nennt das Projekt, das mehrere Probleme lösen könnte, eine Vision. In zwei Wochen diskutiert die Stadtverordnetenversammlung darüber.

Die Fläche hat Rotter noch nicht exakt definiert. Und auch für die Straßenführung gibt es bislang nur ungefähre Eckpunkte: Die Querspange könnte an der oder kurz vor Einmündung der Frankfurter Straße in den Rödermarkring von der B 459 abzweigen und an der Zufahrt zur Kläranlage auf die L 3097 einmünden.

Die Vision von Jörg Rotter für Rödermark: Gewerbegebiet und ein neuer Supermarkt

Einen Hektar des angedachten Gewerbegebietes hat Rotter für einen Einkaufsmarkt der Kategorie „Vollversorger“ reserviert. 18 000 Ober-Röder und Waldackerer sind seiner Ansicht nach die potenziellen Kunden. Aus beiden Stadtteilen gibt"s schon seit Jahren Klagen, dass das Sortiment des Rewe-Marktes in der Kapellenstraße zu klein ist. Den Ersatz dafür hätte Rotter – und nicht nur er – gern am alten Gaswerk in der Mainzer Straße angesiedelt. Doch das gehört einer zerstrittenen Erbengemeinschaft. Der Hamburger Eigentümer eines Teilstücks ist bislang auf keinen Vorschlag der Stadt eingegangen, kritisiert Rotter.

Auf dem weit größeren Rest bliebe Platz für Gewerbe. Wirtschaftsförderer Till Andrießen bekommt nach Aussage des Bürgermeisters immer wieder Klagen von Rödermärker Firmenchefs zu hören, denen Erweiterungsmöglichkeiten fehlen. Anfragen von außerhalb nach nennenswerten Flächen sind so gut wie chancenlos.

Neues Gewerbegebiet und Supermarkt für Rödermark: Jörg Rotter hat auch den Verkehr im Blick

Die neue Straße ist in den Augen des Bürgermeisters „ein kleiner Schlenker, der den Bürgern große Entlastung“ bringt. Profitieren würden davon die Anwohner von Hanauer, Nieder-Röder und Mainzer sowie Teilen der Frankfurter Straße. Rotter geht davon aus, dass der Lkw-Schleichverkehr an der „Kipferl“-Kreuzung drastisch zurückgehen würde. Würde die Querspange dann auch noch Teil der L 3097, könnte die Stadt die übrigen Autos in diesem Bereich durch künstliche Engpässe und ähnliche Baumaßnahmen bremsen.

Wie geht‘s weiter?

Unter Punkt 24 steht das Sonder- und Gewerbegebiet am Dienstag, 9. Februar, auf der Tagesordnung des Stadtparlaments. Die Sitzung beginnt um 19.30 Uhr im Saal der Kulturhalle.

Jörg Rotter zur Entwicklung von Rödermark: „Nicht bis zum St.Nimmerleinstag bremsen“

Rotter will die Hessische Landgesellschaft mit den Verhandlungen über den Ankauf der nötigen Flächen beauftragen. Ein Vorteil für die Stadt: Weil das Gebiet noch nicht genau definiert ist, kann sie um bestimmte Grundstücke herum planen. Der Bürgermeister formuliert"s ungewöhnlich drastisch: „Dann können wir Querulanten außen vor lassen!“

Einwände hätten ihm gegenüber bis dato nur die Grünen geäußert. Dem Koalitionspartner hält Rotter entgegen: „Man kann die Entwicklung einer Stadt nicht bis zum St. Nimmerleinstag bremsen, nur weil in unserer Gemarkung Flächen für den Ökoausgleich fehlen.“ Er jedenfalls sieht kein Problem darin, in Nachbarkommunen neue Biotope anzulegen. (Von Michael Löw)

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