Grunderwerbssteuer

KSV und MTV in Rödermark: Fusionspläne auf Eis - Es scheitert an einem sechsstelligen Betrag

Judokämpfer des KSV Urberach in Rödermark
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Rödermark: Die beiden größten Urberacher Vereine, KSV und MTV, müssen die Hoffnung auf eine Fusion zunächst begraben. Doch dank der 2017 vereinbarten Kooperation können die Mitglieder das Sportangebot – hier Judo beim KSV – wechselseitig nutzen.

KSV und MTV Urberach haben ihre Fusion zunächst gestoppt. Der Zusammenschluss würde die Vereine eine sechsstellige Summe – den exakten Betrag wollen die Vorstände bei Mitgliederversammlung im Oktober bekannt geben – vor allem an Grunderwerbssteuer kosten. Wann die Gespräche fortgesetzt werden, ist offen.

Rödermark - Im Januar 2017 hatten die Urberacher Mehrspartenvereine KSV und MTV eine Kooperation beschlossen. Dieses Angebot haben viele der zusammen knapp 2 400 Mitglieder seither intensiv genutzt. Eine Fusion war die logische Konsequenz. Die Vorstände haben sich in regelmäßigen Abständen getroffen, um die Einzelheiten zu klären. Darunter fielen unter anderen eine neue Satzung, ein neuer Vereinsname mit neuem Logo oder auch die Klärung von Verwaltungskosten durch die Fusion.

Nun sind gerade die Kosten der Grund, weshalb die Fusion aktuell nicht zu bewältigen ist. Der dickste Brocken ist die Grunderwerbssteuer für Immobilien und Grundstücke der beiden Stammvereine. Der neu zu gründende Verein müsste besagten sechsstelligen Betrag an Steuern sowie Notar- und Rechtsanwaltskosten zahlen.

Eine Gesetzesänderung zur Grunderwerbssteuer, die die Fusion von gemeinnützigen Vereinen nicht länger wie Privatpersonen oder Unternehmen behandelt, lässt auf sich warten. Doch darauf hatten KSV und MTV gebaut, als sie vor mehr als drei Jahren zusammenrückten.

„Daher sind wir zu dem Entschluss gekommen unsere Fusion zu pausieren. Wir werden die Fusion wiederaufnehmen, wenn die rechtlichen Rahmenbedingungen es uns ermöglichen. Diese Entscheidung fiel uns nicht leicht, aber unter diesen hohen Kosten ist eine Fusion für uns zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich“, schreiben KSV und MTV in einer Pressemitteilung. (Michael Löw)

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