Entlastung der „Kipferl“-Kreuzung

Ordnungspolizei kontrolliert am Lkw-Schleichweg in Rödermark

Regelmäßig missachten Lastwagenfahrer das Lkw-Fahrverbot an der „Kipferl“-Kreuzung. Anwohner klagen, dass die Ordnungspolizei die Verkehrsverstöße zu wenig ahndet. Bürgermeister Jörg Rotter versichert: „Hier wurde und wird von uns kontrolliert.“
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Regelmäßig missachten Lastwagenfahrer das Lkw-Fahrverbot an der „Kipferl“-Kreuzung. Anwohner klagen, dass die Ordnungspolizei die Verkehrsverstöße zu wenig ahndet. Bürgermeister Jörg Rotter versichert: „Hier wurde und wird von uns kontrolliert.“ Foto: Löw

Die Anfragen der Opposition waren nicht nur Ursache eines Streites übers richtige Antworten, sondern lieferten auch Ergebnisse – beispielsweise zur „Kipferl“-Kreuzung in Ober-Roden oder zum Baugebiet zwischen Dreieichbahn und Rodaustraße in Urberach.

Rödermark - Die SPD wollte vom Magistrat wissen, was sie zur Entlastung der Kreuzung von Frankfurter, Hanauer und Nieder-Röder Straße unternimmt. Norbert Kern und viele Nachbarn sind vom Lkw-Schleichverkehr zwischen den Autobahn-Anschlüssen Langen (A 5) und Seligenstadt (A 3) genervt. Sie fordern eine Umleitung über den Rödermarkring und die B 45.

Die kann die Stadt nach Auskunft von Bürgermeister Jörg Rotter aber nicht einfach ausschildern. Nötig ist ein mit dem Kreis, Regierungspräsidium und Hessen Mobil abgestimmtes Konzept, das die Ober-Röder Probleme nicht in Nachbarstädte verlagert. Das Geld, 10 000 Euro, ist da. Die Stelle eines Planers, der das Konzept erarbeitet, ist geschaffen, kann aber erst mit der Haushaltsgenehmigung ausgeschrieben werden.

Hessen Mobil, so der Bürgermeister, will auch den Lärm an der „Kipferl“-Kreuzung neu berechnen. Für diesen Abschnitt gelten Werte aus dem Jahr 2015: 65,4 dB(A) am Tag und 56,6 dB(A) nachts, also deutlich unterm Limit. Durch die Zunahme des Lkw-Schleichverkehrs haben sich diese Zahlen überholt, klagt Kern.

Bürgermeister Rotter wies in seiner Antwort auf die SPD-Anfrage den Anwohner-Vorwurf zurück, die Stadt kontrolliere das Lkw-Fahrverbot auf Dieburger und Frankfurter Straße nicht konsequent genug. „Im letzten Jahr fanden gemeinsame Kontrollen mit der Polizei statt, bei denen alle Lkw hinsichtlich Durchfahrtsberechtigung, Ladungssicherung und Lenkzeiten kontrolliert wurden“, erklärte er. Die Ordnungspolizei habe außerdem Bußgelder gegen durchfahrende Lastwagen verhängt, ohne sie anzuhalten. Wie viele Fahrer Strafzettel bekamen, sagte Rotter nicht.

Auf Vorschlag der FDP hatte das Stadtparlament südlich der Dreieichbahn die Ausweisung eines Wohngebietes beschlossen. Doch der Lärm von Schiene und Straße könnte das Ende dieser Pläne sein. Bürgermeister Rotter schlägt ein Gewerbegebiet mit Grundstücken für kleine Firmen vor. Foto: Löw

Kürzer war die Antwort des Bürgermeisters auf die SPD-Anfrage zum Baugebiet zwischen Rodaustraße und Dreieichbahn. Dort sollten ursprünglich Wohnungen gebaut werden. Davor warnt die Hesssiche Landgesellschaft: Autos und Züge machen zuviel Krach. Rotter bringt als Alternative ein kleinteiliges Gewerbegebiet ins Gespräch. Dafür müssten allerdings die Aufteilung der Grundstücke und die Erschließung geändert werden.  lö

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