Spitzenmasken

Masken aus Spitzenunterwäsche – „Made in Rödermark“

Schöne Masken aus edler Chanty-Spitze. 
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Schöne Masken aus edler Chanty-Spitze.

Statt BH und Slip – textile Gesichtsmasken aus Spitze. Und das „Made in Germany“: Der Hersteller feiner Spitze für Wäsche, Chanty, ist ein gutes Beispiel dafür, wie flexibel auch Rödermärker Firmen auf die Krise reagieren.

  • In Zeiten des Coronavirus fehlt es vor allem an Schutzausrüstung
  • Dem will man in Rödermark entgegenhalten
  • Eine Firma stellt Masken aus Spitzenunterwäsche her

Rödermark – Seit 60 Jahren produziert der Betrieb Spitze und beliefert damit weltweit die Wäschehersteller. Die aktuelle Situation stellt auch Chanty vor neue Herausforderungen – und ließ das Team kreativ werden. „Zudem möchten wir unseren positiven Beitrag leisten und haben kurzerhand entschieden, aus unserer Spitze doppellagige textile Gesichtsmasken zu produzieren. Denn: jede Maske ist besser als gar keine“, schildert Chanty in einer Pressemitteilung die Motive.

Corona-Krise: Upcycling in Rödermark via Masken aus Spitze

„Die Idee ist zweifach gut. Zum einen ermöglichen wir damit das Tragen von wunderschönen Gesichtsmasken, zum anderen betreiben wir „Upcycling“ mit vorhandenen Spitzen aus Restmengen, was der Umwelt zu Gute kommt. Denn wir produzieren nicht neu, sondern verwenden tolles Material, welches sowieso eine neue Verwendung sucht.“ Genäht wird größtenteils am Standort in Rödermark an der Messenhäuser Straße.

Chanty Gesichtsmasken bieten eine Barriere aus Textil, sind wiederverwendbar und bei 60 Grad waschbar. Zwischen den zwei Spitzenlagen kann ein Filterpapier oder Ähnliches eingefügt werden. Die Maske ist kein medizinisches Produkt und ist nicht zertifiziert.

„Ob fürs Büro, beim Einkaufen oder in der Freizeit. Dieses hübsche Accessoire ist unsere Antwort auf die aktuelle Lage. Die Gesichtsmasken können über den Online-Shop des Unternehmens bezogen werden unter www.shopchantylace.com.“

Corona in Rödermark: Viele engagieren sich für Schutzausrüstung

Doch nicht nur Firmen denken in Krisenzeiten mit und stellen ihre Produktion um. Vor allem in Gruppen und Vereinen wie etwa der Kolpingsfamilie Ober-Roden wird fast ohne Pause zugeschnitten und genäht für Heime und Pflegekräfte, für Familie und Freunde. So auch bei der Urberacherin Gabriele Heu, die bereits 90 Mundschutze fürs Artemed-Stift „An der Rodau“ und 20 für Geschäftskollegen und Freunde genäht hat.

„Jetzt stockt gerade der Nachschub an Gummibändern; da krieg ich erst nächste Woche die neue Lieferung. So lange werde ich weiter Bettlaken und Tischdecken aus Omas Beständen waschen, bügeln und zuschneiden, dazu viele bunte Modelle mit Hummeln auf der Nase, aber auch eine Männerversion für alle, die sich weigern, Pink zu tragen ...“.

Sonst für die Sicherheit in Haus, Hof und Garten zuständig, jetzt für den Schutz vor allem pflegender Menschen – nicht nur Gabriele Heu gebührt der Dank von uns allen.  

chz

Eine Frau und ein Mann aus Rödermark sind am Coronavirus erkrankt. Veranstaltungen sind abgesagt, Behörden schließen. Auch ein Corona-Verdachtsfall sorgte für Aufsehen. Ein Mann aus Rödermark zeigte Symptome des Coronavirus, nachdem er aus Hongkong wiedergekommen war. Nun wurde der Verdachtsfall geklärt.

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