Hochzeiten und Spielplätze

Rödermark: Schwerer Spagat zwischen Infektionsschutz und öffentlicher Ordnung

Hinter Gittern – Rödermarks Spiel- und Bolzplätze.
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Hinter Gittern – Rödermarks Spiel- und Bolzplätze.

Nicht alle Menschen in Rödermark haben Verständnis für die ergriffenen Maßnahmen der Stadt.

Rödermark – Die Stadt versucht den Spagat zwischen Infektionsschutz und einer funktionierenden öffentlichen Ordnung. Ihre 39 Spiel- und Bolzplätze hat sie mit Bauzäunen abgesperrt. Das stieß bei Eltern, Kindern und Jugendlichen nicht immer auf Verständnis – im Gegenteil.

„Unsere Mitarbeiter wurden beim Aufstellen der Zäune teils übelst beschimpft“, empört sich Bürgermeister Jörg Rotter über verantwortungslose Zeitgenossen. Auch er bekam bei einer Kontrollfahrt jetzt böse Worte zu hören.

Dicht ist ab nächsten Montag auch die Altstoffannahmestelle in der Kapellenstraße. Sie ist nur noch heute, Samstag, 9 bis 14 Uhr geöffnet. Um einer schnellen Verbreitung des Corona-Virus entgegenzuwirken, hat die Stadt auf der Grundlage der „Vierten Verordnung zur Bekämpfung des Corona-Virus“ vom 17. März 2020“ neben den Rathäusern weitere Ausgabestellen für die Gelben Säcke geschlossen. Die sind vorläufig nur noch im „Papierkörbchen“ im Breidert-City-Center und bei der Postagentur „Schenken und Genießen“ in der Frankfurter Straße 19 erhältlich.

Die Stadt weist darauf hin, dass alle Haushalte Ende des vorigen Jahres zwei Rollen je 13 Säcke erhalten hatten und eigentlich noch versorgt sein sollten.

Eheschließungen und Bestattungen in Rödermark nur im kleinsten Kreis

Aufgrund der schnellen Verbreitung des Virus haben auch das Standesamt und die Friedhofsverwaltung entsprechende Maßnahmen getroffen, um größere Menschenansammlungen zu vermeiden. Nur so kann eine stark ansteigende Infektionsrate verhindert werden.

Daher können bis auf Weiteres Eheschließungen und Bestattungen nur noch im engsten Familienkreis stattfinden. Dies bedeutet:

Bei Trauungen dürfen neben dem Brautpaar nur noch dessen Eltern, Kinder und Trauzeugen (maximal zehn Angehörige) anwesend sein. Die Trauungen werden auf den sogenannten Verwaltungsakt beschränkt.

Neue Eheschließungstermine werden aktuell nicht vergeben; neben den bereits zugesagten Terminen können weitere Trauungen nur noch unter Berücksichtigung einer erforderlichen Notwendigkeit stattfinden.

Bürgermeister Rotter und die Leitung des Standesamts empfehlen, geplante Trauungen bis auf Weiteres zu verschieben. In den Friedhofshallen finden keine Trauerfeiern statt. Allerdings ist es den Hinterbliebenen möglich, vor der Bestattung unmittelbar am Grab Abschied zu nehmen. Der Personenkreis ist auf 15 Angehörige zu begrenzen. bp

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