Jonglage gibt’s sogar auf Rezept

Die Gruppe „Los Droppos“ übt im Petrus-Gemeindehaus

Im Saal der Urberacher Petrusgemeinde übt jeden Mittwoch die Jonglierfamilie Roller mit Interessierten die entspannende Kunst der Jonglage mit den unterschiedlichsten Geräten ein.
+
Im Saal der Urberacher Petrusgemeinde übt jeden Mittwoch die Jonglierfamilie Roller mit Interessierten die entspannende Kunst der Jonglage mit den unterschiedlichsten Geräten ein. 

Jeden Mittwochabend dringt herzhaftes Lachen, vermischt mit fallenden Geräuschen, aus dem Saal der Petrusgemeinde in der Urberacher Wagnerstraße.

Rödermark – Es klingt ansteckend fröhlich, was da eineinhalb Stunden lang betrieben wird: Dort übt die Jongliergruppe „Los Droppos“. Ihre Keimzelle: das Urberacher Ehepaar Iris und Thomas Roller, beides Hobbyjongleure. Erste Erweiterung: ihre Kinder Sven (5), Mia (8) und Lea (9).

Seit November vergangenen Jahres kam Familie Groß dazu: Sabrina und André mit ihren Kindern Nico (5) und Sarah (8). Die Familien hatten sich beim Judokurs der Kinder kennengelernt. Damit war die erste Jongliergruppe gegründet.

Nun hoffen sie auf weitere Interessierte. Ein Jeder kann kommen, ob blutiger Anfänger, erfahrener Jongleur, Kind oder Erwachsener. „Es ist absolut entspannend“, versichert Iris Roller, auch wenn der Betrachter beim reinen Hineinschnuppern erst einmal anderes vermutet. Iris und Thomas haben sich sogar beim Jonglieren kennengelernt. Der 48-Jährige hatte schon in seiner Schulzeit mal jongliert; sie war in Lämmerspiel in der evangelischen Gemeindejugend darauf aufmerksam geworden und jongliert erst seit drei Jahren etwa „so richtig“.

Ihre Ausrüstung: eine große Holztruhe mit allem, was ein Jongleur-Herz höherschlagen lässt: Bälle und Keulen natürlich, Diabolos, Ringe, Devil- oder Flowersticks und manches mehr. „Mit Bällen ist es ja eine Sache weniger Stunden, bis man‘s einigermaßen kann“, erzählt Thomas Roller. „Mit den Keulen habe ich mich ungleich schwerer getan. Aber Kinder lernen das eh alles ganz schnell“.

Ihre Tochter Lea etwa hat drei Tage gebraucht, bis sie Dreierjonglage gut beherrschte. Und sogar der kleine Sven hat schon ganz viel auf dem Kasten. Das einzig Wichtige: Man muss Interesse fürs Jonglieren haben, „dann ist es auch bald schon super entspannend“, findet Iris Roller – so entspannend, dass es von Medizinern teilweise schon auf Rezept verschrieben wird – als Therapie. Doch eines ist auch klar: Die eigene Frustrationsgrenze muss für den Anfang recht hoch sein. Schließlich purzelt so Einiges runter. Da sollte Bücken noch gut machbar sein.

Beweise ihrer gerade erst richtig aufblühenden Kunst haben die Rollers schon in ganz Rödermark gegeben, so etwa beim Gala-Diner des Männerkochclubs anlässlich des Lutherjahres oder bei der Einweihung der neu gestalteten Rodauquelle.

Wer Lust hat, Mittwochsabends im Gemeindesaal von 18.30 bis 20 Uhr in lockerer Umgebung den Umgang mit Bällen, Keulen, Diabolo, Devilstick und was es noch so gibt zu erlernen, zu verbessern oder mit Anderen Neues auszuprobieren, ist herzlich willkommen. Alles, was es dazu braucht, sind bequeme, nicht zu weite Kleidung und Spaß am Jonglieren. Kontakt gibt’s bei Iris & Thomas Roller unter losdroppos@icetroll.de.

VON CHRISTINE ZIESECKE

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare