Eine Frage der Sicherheit

Wenn das Weiß auf den Straßen verblasst

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Verblasst und abgeschabt: Der Radweg gegenüber dem Ober-Röder Friedhof ist nicht ganz eindeutig markiert. Immerhin – das Fahrrad ist trotz „Loch“ im Reifen zu erkennen.

Rödermark - Leuchtend weiße Farbe signalisiert Sicherheit im Straßenverkehr. Doch vor etlichen Kreuzungen und Einmündungen ist aus dem strahlenden Weiß längst blasses Grau geworden. Was tut die Stadt dagegen?, wollte die FDP vom Magistrat wissen. Von Michael Löw

Abbiegepfeile, Mittel- und Haltelinien, Sperrflächen, Parkplatzmarkierungen und die Kennzeichnung von Radwegen verblassen – nicht nur in Rödermark – immer häufiger. Das beklagt die FDP. Prägnanteste Beispiele sind ihrer Ansicht nach die Badehaus-Kreuzung in Urberach und der nördliche Teil der Frankfurter Straße in Ober-Roden zwischen Tankstelle und Germania-Sportplatz. Verblichene Fahrbahnmarkierungen sind ein Gefahrenpotenzial, besonders für Fußgänger und Radfahrer.

Eine Frage der Sicherheit: Fahrbahnmarkierungen müssen selbst bei schwierigen Lichtverhältnissen gut zu sehen sein. Das war so, als im Sommer 2017 die Verkehrsinsel auf der B 459 bei Waldacker gekennzeichnet wurde. Doch auch sie hat Strahlkraft verloren.

Die FDP fragt deshalb, was die Stadt jedes Jahr für diese Form der Verkehrssicherung ausgibt. Seit 2009 sind’s laut Magistrat fast immer gut 6500 Euro per anno. Nur im Doppelhaushalt 2015/2016 stieg diese Summe auf jeweils 10.000 Euro. Denn damals bekamen Parkplätze und Tempo-30-Zonen frische Farbe.

Diese Arbeiten vergibt die Stadt einmal im Jahr an ein Unternehmen aus Rheinland-Pfalz. Das spart Anfahrtskosten. Kleinere Malereien erledigt der Bauhof zwischendurch.

Verblasst die Farbe dagegen auf dem Asphalt der L 3097 – zum Beispiel an der Badehaus- oder der „Kipferl“-Kreuzung – kann die Stadt das nur Hessen Mobil oder der Kreisverwaltung weitergeben. Denn Bundes-, Landes- oder Kreisstraßen darf sie nicht selbst markieren.

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Farbe fehlt auch an der „Hallenbad“-Kreuzung in Urberach.

Und schließlich will die FDP auch wissen, warum es in Rödermark keine „Angebotsstreifen“ für Radler gibt. Der „Runde Tisch Radverkehr“ hatte die Achse Messenhäuser und Urberacher Straße vorgeschlagen. Doch Farbe war dem Magistrat zu teuer. Er änderte die Beschilderung.

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