Stadt will Schulweg sicherer machen

Rödermark: Schritttempo vor Urberacher Grundschule

Schritttempo heißt's ab sofort in der Töpferstraße. Nicht nur der „Sprinter“ sollte deshalb lieber schleichen. Das Ordnungsamt will kontrollieren.
+
Schritttempo heißt es ab sofort in der Töpferstraße. Nicht nur der „Sprinter“ sollte deshalb lieber schleichen. Das Ordnungsamt will kontrollieren.

Ein Bündel von Maßnahmen soll den Weg zur Schule an den Linden und der benachbarten Kita Pestalozzistraße in Rödermark sicherer machen. Willkommener Nebeneffekt: Auch am Corona-Hinterausgang der Schule kommen Kinder und Autos einander kaum noch in die Quere.

Rödermark – Die Töpferstraße ist zwischen Darmstädter und Schömbsstraße verkehrsberuhigter Bereich. Autos dürfen dort nur noch Schrittgeschwindigkeit fahren. Die hat der Gesetzgeber zwar nicht eindeutig geregelt. Doch Gerichte, die sich mit Klagen geblitzter Autofahrer beschäftigten, sehen überwiegend sieben bis maximal zehn Stundenkilometer als Grenze. Die Stadt Rödermark hat mehrere Maßnahmen beschlossen, die das Umfeld der Schule an den Linden, ihres Betreuungsgebäudes und der Kita Pestalozzistraße nebenan sicherer machen soll. Die fürs Ordnungsamt zuständige Erste Stadträtin Andrea Schülner erläuterte die Einzelheiten.

Seit ein paar Tagen trennen Schwellenelemente an der Pestalozzistraße einen Gehweg von der Stichstraße ab. Nachdem der Kreis die bisherige Sperrung der Zufahrt durch eine Schranke untersagt hatte, hat er sich mit der Stadt nach mehreren Vor-Ort-Terminen auf diese Lösung geeinigt. Im Frühjahr soll der Fußweg noch bunt gestaltet werden, um sich besser abzuheben. Dazu soll es ein gemeinsames Projekt der beiden Betreuungseinrichtungen geben.

„Ich bin froh, dass es uns gelungen ist, hier für mehr Verkehrssicherheit zu sorgen“, sagte Erste Stadträtin bei einer Besichtigung nach Abschluss der Maßnahme. „Es gibt leider immer wieder Eltern, die trotz des Einfahrtverbotes die private Stichstraße nutzen, wenn sie ihre Kinder in die Kita bringen oder von der Nachmittagsbetreuung abholen.“ Die Schwelle mache auf diesen kritischen Bereich deutlich aufmerksam und sorge dafür, dass hier langsamer gefahren werde, so Schülner. Den Kindern selbst sei es nun besser möglich, diese Gefahrenstelle zu erkennen, und sicher zu den Einrichtungen und nach Hause zu gelangen.

Auch Schulleiterin Andrea Schöps zeigte sich mit der neuen Lösung zufrieden, hat doch die Schule wegen Corona den hinteren Eingang geöffnet, um den Schülerstrom zu entzerren. Betreuungsleiterin Ziva Mergenthaler und Kita-Leiterin Sylvia Drignat lobten das Plus an Sicherheit ebenfalls.

Der Sicherheit der Kinder auf ihrem Weg zur Schule dient die wichtigste Maßnahme: Die Stadt hat die Töpferstraße vor der Schule als verkehrsberuhigten Bereich ausgewiesen. Ab sofort darf dort nur noch mit Schrittgeschwindigkeit gefahren werden. Stadträtin Schülner kündigte Kontrollen des Ordnungsamtes an.

Bereits vor einigen Wochen hatte das Staatliche Schulamt durch zusätzliche Lampen dafür gesorgt, dass auch der Seiteneingang zum Schulgelände sicher ist. „Das alles sind kleine, aber wichtige Schritte für mehr Sicherheit auf den Straßen in Rödermark“, betonte die Erste Stadträtin.  (Michael Löw)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare