Tennisclub Waldacker steht gut da

Solide Basis an Mitgliedern

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Gruppenbild der Geehrten mit Vorstand und den hohen Gratulanten aus Politik und Sport: Unter anderem wurde am Sonntag das einzige noch lebende Gründungsmitglied Manfred Ganshorn (Vierter von links) geehrt.

Waldacker - Der offizielle Teil des 50-jährigen Jubiläums des Tennisclubs Grün-Weiss Waldacker ging mit einer Akademischen Feier im 1983 erbauten Clubhaus über die Bühne. Am Nachmittag wurde es dann auch sportlich.

Dank des schönen Wetters konnten die Plätze bereits eine Woche vor der offiziellen Saisoneröffnung freigegeben werden. Großer Bahnhof im Tennis-club Waldacker: Es galt, 50 Jahre Vereinsgeschichte zu feiern. Und dazu gab es viele höchste Ehrungen. Dass das Gelände des Jubiläumsvereins gut versteckt im Wald liegt und für Ortsunkundige nicht gerade leicht zu finden ist, zog sich bei der Feierstunde als eine Art Running-Gag durch die Reden. Landrat Oliver Quilling benötigte zwei Anläufe, der Sportkreisvorsitzende Peter Dinkel landete zunächst bei einem anderen Tennisverein der Stadt, der in der Geschichte des TCW durchaus auch eine Rolle spielte. Die Suche lohnte sich aber. „Wenn man den Tennisclub Waldacker dann gefunden hat, steht man auf einer der schönsten Anlagen des Kreises“, lobte Quilling.

Horst Kleine, mittlerweile in seinem 21. Jahr als Vorsitzender des Vereins, erinnerte kurz an die Geschichte des TCW (wir berichteten bereits ausführlich). Der war 1968 mit 16 Gründungsmitgliedern als Abspaltung vom Tennisclub Ober-Roden entstanden, der seine ersten Plätze in Waldacker hatte und dann nach Messenhausen zog. In den Boomjahren sei es gar nicht so einfach gewesen, in den Verein zu kommen. Wartezeiten von bis zu drei Jahren waren für Neumitglieder in den 70er Jahren, in denen es noch wenige Tennisplätze gab, keine Seltenheit, berichtete Horst Kleine. „Die goldenen Zeiten vom Tennis sind zwar vorbei“, meinte Kleine mit Blick auf die demographische Entwicklung und den Tribut, den Ganztagsschulen Jugendlichen abfordern. „Wir vom Vorstand sehen uns aber für diese Herausforderungen gut gerüstet.“ Im Jubiläumsjahr habe der Verein 220 Mitglieder und stehe finanziell gut da. Lob bekomme man von Gästen unter anderem immer wieder für die schöne Anlage.

Zum Aufbau des Vereins habe vor 50 Jahren auch viel unternehmerischer Mut gehört, sagte Landrat Oliver Quilling. Nicht nur die Anlage, sondern auch die sportlichen Leistungen könnten sich sehen lassen. Die Aktivitäten des Vereins würden insgesamt Freude bereiten, meinte Bürgermeister Roland Kern. Der Sportkreisvorsitzende Peter Dinkel dankte unter anderem allen Ehrenamtlichen, die mithelfen, das „Gesamtpaket“ TCW zu schnüren. Dinkel hatte zum 50-jährigen Jubiläum zudem eine Urkunde des Landessportbundes mitgebracht.

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Manfred Schlums, der Präsident des Tennisbezirks Offenbach, packte bei der Würdigung der TCW-Anlage noch eins drauf: „Sie ist eine der schönsten Anlagen Hessens.“ Es gebe im Tennissport noch immer genauso viele Kinder und Jugendliche wie zu Zeiten von Boris Becker und Steffi Graf, aber man würde sie in Massen im Alter von 14 bis 16 Jahren an andere Angebote verlieren. Vereinsleben könne dagegen sehr viel tun. Auch Dieter Hüllmandel, der Vorsitzende des Vereinsrings Rödermark, würdigte den Jubiläumsverein. Bei den Ehrungen freute sich Horst Kleine ganz besonders, dass das Ehren- und einzige noch lebende Gründungsmitglied Manfred Ganshorn seine Ehrenurkunde persönlich in Empfang nehmen konnte. Ganshorn berichtete anschließend sichtlich bewegt vom Engagement der Gründer.

Andrea Haus, Magda Ganshorn und Peter Zeuch, die im Gründungsjahr in den Verein eingetreten waren, wurden am Sonntag zu Ehrenmitgliedern ernannt. Weitere Ehrungen standen für Thilo Scholze und Ilse Hauff (seit 41 Jahren im Verein) an. Ingeborg Holz und Klaus von der Brüggen (seit 46 Jahren im Verein) waren urlaubsbedingt verhindert. Horst Kleine, der nicht nur tennis-, sondern auch handballbegeistert ist, bekam von seinen Vorstandskollegen den Besuch eines Bundesliga-Heimspiels der Rhein-Neckar-Löwen geschenkt. Im Anschluss an die Feier stand ein Showmatch zwischen Hessenligaspielern auf dem Programm. (ey)

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