Wenigstens darf der Fußballnachwuchs trainieren

Sport in Rödermark auf Sparflamme

Wenigstens die jüngeren Jahrgänge der Turnerschaft-Jugendfußballer, hier die D2-Junioren, und die Nachwuchs-Leichtathleten dürfen im Freien in kleinen Gruppen trainieren.
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Wenigstens die jüngeren Jahrgänge der Turnerschaft-Jugendfußballer, hier die D2-Junioren, und die Nachwuchs-Leichtathleten dürfen im Freien in kleinen Gruppen trainieren.

Etwas Betrieb herrscht mittlerweile wieder auf dem Sportplatz der Turnerschaft (TS): Die jüngeren Jugendfußball-Mannschaften und der Leichtathletik-Nachwuchs dürfen seit einigen Wochen in kleinen Gruppen trainieren. Normalität hat sich aber auch bei der TS noch lange nicht eingestellt.

Ober-Roden - „Es war und ist immer noch eine anstrengende Zeit, die uns allen viel abverlangt. Wir vermissen nichts mehr, als den sportlichen Trubel sowie das sportliche, gesellige und familiäre Vereinsleben“, sagt Peter Hubert. „Dem Corona-Frust sind wir im Vorstand aber früh offensiv begegnet“, so der langjährige TS-Vereinschef. Arbeiten und Projekte, die im normalen Vereinsbetrieb zurückgestellt wurden, konnten jetzt abgearbeitet oder ins Laufen gebracht werden.

Besonders arbeits- und kostenintensiv waren die Renovierungsarbeiten des Kellers und der Geschäftsstelle in der TS-Turnhalle. Die Gaststätte bekam neue Getränke- und Kühlanlagen. Auf dem Sportplatz standen Arbeiten auf dem Dach des Funktionsgebäudes und eine Rasen-Überholung des Hauptfeldes an. Die LED-Umrüstung der vorhandenen Flutlichtanlage am Kunstrasen läuft derzeit an. Auch der Hauptplatz soll bald Flutlicht bekommen.

Sehr froh ist man im TS-Vorstand, dass die Mitglieder dem rein ehrenamtlich geführten Verein trotz aller Corona-Einschränkungen fast zu 100 Prozent die Treue gehalten haben. Gerade in der aktuellen Situation seien die Mitgliedsbeiträge sehr wichtig. Fallen doch viele Kosten weiter an und fehlen derzeit Einnahmen in beträchtlicher Höhe, etwa durch den Wegfall von Veranstaltungen oder deutlich geringere Mieteinnahmen. So verzichtete die TS bei den Pächtern der Gaststätte sowie dem Jazzclub, der seit vielen Jahrzehnten im Keller unter der TS-Halle beheimatet ist, teilweise auf Miet- und Pachtzahlungen.

Außerdem sorgte die Pandemie für Mehrausgaben, etwa für Desinfektions- und Hygieneartikel oder Plexiglasabtrennungen. Eine zu Pandemiebeginn gegründete Hygiene-Gruppe hat die Corona-Regeln ständig im Blick.

Nach dem neuerlichen Lockdown im Herbst 2020 war und ist es dem Vorstand sehr wichtig, dass die Mitglieder sehen und spüren, dass es sich trotz der Sport- und Veranstaltungspause lohnt, TS-Mitglied zu sein und die Beiträge gut angelegt sind. So hat sich auch ohne den gewohnten Sport- und Übungsbetrieb einiges getan. Seit Beginn der Pandemie konnten zahlreiche junge Leute für die Vorstandsarbeit und die Mitarbeit bei Einzelprojekten gewonnen werden.

Der Bereich „Gesundheitssport“ wurde neu ausgerichtet, das Angebot wesentlich erweitert. Fürs Sponsoring hat sich eine neue Arbeitsgruppe gebildet, die auch an innovativen Werbemöglichkeiten arbeitet. Die Fußball-Schiedsrichtergruppe wurde von jungen Schiedsrichtern übernommen, die diese neu ausrichten und die Verzahnung mit dem Jugendfußball fördern wollen. Erfreulich auch, dass der TS-Jugendausschuss weiter gewachsen ist auf nun 23 Mitglieder. Ziel dessen ist es, auch in Zukunft bei geselligen Veranstaltungen zu unterstützen und selbst veranstaltungstechnisch aktiv zu sein.

Ende April ging unter www.tso-online.de der komplett überarbeitete Internetauftritt des Vereins online. Viele Arbeitsstunden hat das Social-Media-Team in die neue Webseite gesteckt. Anfang des Jahres wurden an alle Kinder und Jugendliche im Verein ein neuer Vereinsschal mit dem Slogan „Red White Power“ verteilt.

Kurz vor dem Abschluss steht das neu überarbeitete Pro-Jugend-Konzept. Seit Mitte vergangenen Jahres arbeitet eine Gruppe an dem Konzept, das den TS-Jugendfußball zeitgemäß definieren soll. Im Zuge des neuen Konzepts gewinnt auch die neu gegründete Gruppe „Kindeswohl“ an Bedeutung. Ziel ist es hier, mit fachkundigem Personal das Wohl der Kinder und Jugendlichen im Verein zu sichern und als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen.

Mit Blick auf die aktuell sinkenden Corona-Zahlen und die Impfentwicklung wächst bei den TS-Verantwortlichen die Hoffnung, dass das Vereinsleben bald wieder hochgefahren werden kann. Vor allem, dass die Übungsstunden endlich wieder anlaufen können. „Aufgrund der aktuellen Lage müssen wir auch im Veranstaltungsbereich weiter auf Sicht fahren“, so Peter Hubert. „Für unseren Sommergarten ab dem 16. Juli sind wir optimistisch. Aber die diversen Jubiläumsfeierlichkeiten und die Jahreshauptversammlung, die wir noch vor den Sommerferien nachholen wollten, haben wir ebenso wie die Jugend-Fußballwoche vorsorglich ein weiteres Mal verschoben .“

Von Sascha Eyssen

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