Finanzielle Entlastung für Eltern im großen Stil

Rödermark übernimmt Kitagebühren

So sah es während des ersten Corona-Lockdowns im Frühjahr des vergangenen Jahres auch in Rödermärker Kitas (hier Zwickauer Straße) aus. Fast nichts ging mehr.
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So sah es während des ersten Corona-Lockdowns im Frühjahr des vergangenen Jahres auch in Rödermärker Kitas (hier Zwickauer Straße) aus. Fast nichts ging mehr.

Während des ersten Corona-Lockdowns im Frühjahr des vergangenen Jahres mussten auch die Kitas in Rödermark geschlossen werden. Von März bis Juni dufte die Stadt lediglich eine Notbetreuung für die Kinder anbieten, deren Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten, etwa Mediziner oder Pflegepersonal. Der Einzug der Beiträge für die Betreuung und das Mittagessen wurde für diesen Zeitraum ausgesetzt.

Rödermark - Insgesamt geht es für diese drei Monate um etwa 370 000 Euro. Mittlerweile ist klar: Das Land Hessen wird seinen Kommunen die Hälfte der weggefallenen Gebühren erstatten.

„Wir übernehmen die andere Hälfte, sodass die Eltern, deren Kinder in diesem Zeitraum nicht betreut werden konnten, keine Beiträge zu zahlen haben“, teilt die für die Kindertagesstätten zuständige Dezernentin Andrea Schülner mit.

Seit vergangenen November dürfen die Kinder nur noch in festen Gruppen betreut werden. Damit soll sichergestellt werden, dass sie weniger Kontakte untereinander haben. Doch das erfordert mehr Personal, und es kann nicht die volle Betreuungsleistung angeboten werden. Die Betreuungszeit beginnt um 8 Uhr und endet um 15 Uhr. Regulär umfasst ein Ganztagsplatz die Zeit von 7 bis 17 Uhr. „Auch hier wollen wir die Eltern entlasten“, so Andrea Schülner. „Sie werden nur die tatsächlich angebotene Betreuungszeit zu zahlen haben. Insgesamt erstatten wir rund 40 000 Euro pro Monat für die städtischen Betreuungseinrichtungen.“

Eine neue Situation hat sich gegen Ende des vergangenen Jahres mit dem zweiten Lockdown ergeben: Ein Betretungsverbot für die Betreuungseinrichtungen hat das Land zum 16. Dezember zwar nicht verfügt, doch es wurde eindringlich darum gebeten, dass alle Eltern, denen es irgendwie möglich ist, ihre Kinder zu Hause betreuen und sie nicht in die Einrichtungen bringen sollten. Das Land hat kürzlich angekündigt, auch für den Monat Januar die Hälfte der Gebühr zu erstatten. Sollte der Lockdown noch länger andauern, werde über weitere Hilfen nachgedacht. „Auch hier werden wir die verbleibende Hälfte der Beiträge übernehmen“, kündigt die Erste Stadträtin an. „Die Eltern, die ihre Kinder nicht zur Betreuung bringen, werden den kompletten Beitrag erstattet bekommen.“

Die Stadtverordnetenversammlung hat allen Maßnahmen bereits zugestimmt. Sie gelten für die städtischen Einrichtungen und die Einrichtungen der freien Träger gleichermaßen. Die Eltern brauchen sich um die Erstattung nicht zu kümmern. Die Fachabteilung Kinder der Stadtverwaltung wird die zu erstattenden Beträge ermitteln und die Stadtkasse wird sie in Kürze überweisen.  bp

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