Ehrenamtlicher Magistrat hat neun Mitglieder / Wahlsiegerin AL bekommt einen Sitz mehr

Rödermark: Stadtregierung wird größer

Die Zahl der ehrenamtlichen Magistratsmitglieder in Rödermark steigt von acht auf neun. Um dies zu ermöglichen, hat die Stadtverordnetenversammlung die Hauptsatzung geändert. Der einstimmige Beschluss war die erste inhaltliche Entscheidung. Und der Grund, warum der Magistrat nicht in der Sitzung am Mittwochabend gewählt wurde: Satzungsänderung und Wahl am gleichen Termin schließen einander aus.

Rödermark - Im nächsten Rödermärker Magistrat sollen wieder alle fünf Fraktionen vertreten sein. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Michael Gensert sagte, es bedürfe „aller wesentlichen politischen Kräfte“, um die Arbeitsfähigkeit der Stadtregierung zu sichern. Von der Aufstockung profitiert die AL, die mit einem Stimmenzuwachs von mehr als acht Prozent auch die Gewinnerin der Kommunalwahl am 14. März war. Die Grünen nominieren die bisherigen Magistratsmitglieder Karin von der Lühe und Michael Uhe Wilhelm sowie Elke Heidelbach.

Die CDU setzt ebenfalls auf zwei Stadträtinnen mit langer Magistratserfahrung, nämlich Anna Gierszewski und Mona Reusch. Außerdem soll Herbert Schneider ehrenamtlicher Stadtrat werden. Hans-Peter Hente hatte nicht mehr kandidiert.

SPD, Freie Wähler und FDP haben wie in der vorherigen Legislaturperiode jeweils einen Sitz und wollen ihre bisherigen Vertreter in den Magistrat schicken: Werner Popp, Manfred Rädlein und Hans Gensert.

Wahl, Ernennung und Vereidigung der ehrenamtlichen Stadträtinnen und Stadträte sind für Dienstag, 8. Juni, geplant. Solange bleibt der alte Magistrat kommissarisch im Amt.

Wie in der vergangenen Legislaturperiode wird die politische Arbeit im Stadtparlament in drei Ausschüssen vorbereitet und unterstützt. Die Stadtverordneten waren sich einig, wieder einen Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsförderungsausschuss (HFW), einen Ausschuss für Bau, Umwelt, Stadtentwicklung und Energie (BUSE) sowie den Ausschuss für Familie, Soziales, Integration und Kultur (FSIK) zu bilden.

Sie haben jeweils elf Mitglieder. Die Sitze verteilen sich wie folgt: AL und CDU jeweils vier, SPD, FWR und FDP jeweils einen. Die AfD bleibt außen vor, denn ihr Stadtverordneter Jochen Roos hat den Status fraktionslos und demnach keinen Anspruch auf einen Sitz im Ausschuss.  (Michael Löw)

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