Durch Schneeflocken und Nieselregen

Sternsinger sammeln für Kinder in Peru

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Vor dem Gemeindezentrum von St. Gallus bereiteten die Sternsinger ihre Bollerwagen mit den notwenigen Utensilien vor wie hier (von links) Nicklas (8), Mathilda (7) und Viktoria (7).

Rödermark – „Wie jedes Jahr, so stehen heut hier die Sternsinger von St. Gallus vor eurer Tür…“ – drei Tage waren sie in Urberach unterwegs, zwei Tage in Ober-Roden, danach beendet ein Gottesdienst und ein Treffen in den Gemeindezentren die Sternsingeraktion 2019. Von Christine Ziesecke

33 Kinder und 15 Betreuer waren in Urberach unterwegs an diesem nasskalten Wochenende, am Donnerstag fiel sogar etwas Schnee: „Das war sehr stimmungsvoll!“ Die Kinder sind warm angezogen – da lugt schon mal der Eintracht-Adler unter der Krone heraus, etwa bei Nicklas (8), der mit Mathilda und Viktoria, beide sieben Jahre jung, unterwegs ist. Ihre Begleiterinnen, die beiden Mütter Kathrin Dahm und Stefanie Lembke etwa, verbrauchen zwei Urlaubstage, um die rund 50 Adressen auf ihrer Liste rund ums Taubhaus abzulaufen, und jene, die unterwegs noch dazu kommen: „Sie kommen doch auch bei mir vorbei?“

In den Häusern Mamre und Morija freuten sich die Bewohner über den Besuch der Sternsinger

Für den Transport der entfernter eingesetzten Königs-Kinder fährt Diakon Eberhard Utz mehrmals täglich durch den Ort und holt sie auch zum Mittagessen, für das die kfd-Frauen im Gemeindezentrum sorgen.

In Ober-Roden besuchen die Sternsinger freitags die Kindergärten, soweit sie geöffnet haben – zu den derzeit geschlossenen werden sie in den nächsten Tagen noch kommen. In den Häusern Morija und Mamre ist die Freude über den Segen bei den Bewohnern ebenso groß wie beim Bürgermeister im Rathaus. Mittagessen bekommen die Gruppen stets da, wo sie von Gemeindegliedern eingeladen wurden.

Gallus-Sternsinger ziehen durch Urberach: Bilder

Die Ober-Röder Sternsinger-Chefinnen Wilma Gotta und Sabine Kiehl sind froh, dass sie neben den zehn „altgedienten“ Gruppenleiterinnen und -leitern in diesem Jahr auch fünf neue mit einbauen konnten, die mit den erfahrenen unterwegs sind. Die 16 Teilnehmer – der Jüngste ist Lennox mit vier Jahren – wurden auf sechs Gruppen verteilt; mit Eva Bachmann, Yvonne Kiehl und Dana Schirpke erklärten sich drei bisherige Gruppenleiterinnen zu einer weiteren Gruppe bereit, um allen Wünschen gerecht zu werden – sie sind bereits 15, 12 und 19 Jahren dabei. Im Dankgottesdienst am Dreikönigstag wurden schließlich auch Gruppenleiter für 15, 10 und 5 Jahre Mitarbeit geehrt.

Bei den Temperaturen war warme Bekleidung unter den Königsgewändern durchaus sinnvoll.

Diesmal gehen die Spenden nach Peru. In Ober-Roden wurde das Sternsingen laut Wilma Gotta von Stefan Fillauer eingeführt – zunächst nur mit Messdienern, später mit Freiwilligen, stets mit dem Segen der Drei Könige: „Für alle hier ein gutes Jahr, das wünschen Caspar, Melchior und Balthasar!“

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