Weitere Kurzschlüsse?

Kabel in nassen Baugruben: Telekom-Kunden sauer

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Kein Wunder, dass die Telekom die Störungen in ihrem Rödermärker Netz nicht in den Griff bekommt, sagen angesäuerte Kunden: In den Baugruben wie hier in der Drosselstraße steht das Wasser, die Kabel rosten an den Verbindungsstellen.

Rödermark - Im Festnetz der Telekom gibt’s immer neue Störungen. Die jüngsten Beschwerden kommen aus Waldacker. Nach Ansicht verärgerter Kunden verschärft sich das Problem, weil die Telekom ihre Baulöcher viel zu langsam dicht bekommt.

Heike und Ulrich Korpien reihen sich in die Schlange jener Rödermärker ein, die weder telefonieren noch ins Internet gehen können: mal geht gar nichts, mal funktioniert nur eines. Die Familie Korpien wohnt im Lindenweg in Waldacker und hat seit September Ärger mit der Telekom. „Trotz vieler Technikerbesuche vor Ort, welche die Hausanschlüsse und den entsprechenden Verteilerkasten überprüften, konnten die Störungen nicht behoben werden“, klagt sie in einer E-Mail an unsere Zeitung.

Der technische Kundendienst habe bei seinen Messungen herausgefunden, dass Kurzschlüsse - verursacht durch eindringende Feuchtigkeit - die Leitungen lahmlegen. Das hatte im Herbst ein Telekom-Sprecher auch uns gegenüber erklärt, als wir wegen einer Störung in Urberach gefragt hatten. Angesichts angewandter Physik wundern sich Heike und Ulrich Korpien, dass die Telekom ihre Baugruben nicht schneller schließt. Nach ihrer Störungsmeldung vor knapp vier Monaten wurde der Bürgersteig in der Drosselstraße an vier Stellen aufgerissen. Drei Löcher sind inzwischen zu, das vierte ist offen: Die Leitungen liegen im Wasser, an den Verbindungsstellen setzt sich Rost fest. „Tut das den Leitungen gut?“, fragen die Korpiens eher rhetorisch. Denn seit die Störung auch auf die Drosselstraße übergegriffen habe, ist sogar ein Hausnotruf der Johanniter betroffen.

Was ein gutes Telefon für Ältere ausmacht

Unzählige Telefonate mit langen Warteschleifen mit Telekom-Kundendiensten in Berlin oder Magdeburg sind für die Waldackerer Telekom-Kunden schon ärgerlich genug. Noch schlimmer ist ihrer Ansicht nach aber die Meldung des Unternehmens, dass der Störungsstatus von der Telekom aufgehoben wird, obwohl die Störung nicht behoben wurde. „Soeben haben wir die Störung zum dritten Mal melden müssen - das Internet funktionierte, das Telefon jedoch nicht“, mailten Heike und Ulrich Korpien am späten Mittwochabend voller Frust. Sie sind bei Weitem nicht die einzigen angesäuerten Telekom-Kunden. Seit Herbst landen immer wieder Klagen über gestörte Telefon- oder Internetverbindungen sowie schlechten Kundenservice bei uns. Sogar eine Urberacher Arztpraxis war zeitweise übers Festnetz nicht erreichbar. (lö)

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