Tempo 30 auf ganzer Strecke

Rödermark: einheitliche Höchstgeschwindigkeit in der Robert-Bloch-Straße

Abgeschraubt: Die Robert-Bloch-Straße ist auf ganzer Länge Tempo-30-Zone. Bürgermeister Jörg Rotter und Erste Stadträtin Andrea Schülner konnten jetzt die Fünfziger-Schilder abmontieren lassen.
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Rödermark: Die Robert-Bloch-Straße ist auf ganzer Länge Tempo-30-Zone. Bürgermeister Jörg Rotter und Erste Stadträtin Andrea Schülner konnten jetzt die Fünfziger-Schilder abmontieren lassen.

Die gesamte Robert-Bloch-Straße in Rödermark ist jetzt Tempo-30-Zone. Anwohner hatten die Geschwindigkeitsbegrenzung schon lange gefordert, die Stadt hatte dies von Anfang an befürwortet, doch die Umsetzung war an rechtlichen Hürden immer wieder gescheitert. Jetzt haben Bürgermeister Jörg Rotter und Erste Stadträtin Andrea Schülner endlich Vollzug gemeldet: Zwischen Traminer und Wagnerstraße heißt"s ab sofort „Fuß vom Gas!“. Bislang war dies nur für die letzten rund 100 Meter vor der Einmündung in die Wagnerstraße so geregelt.

Rödermark - Ein Problem plagte viele Urberacher all die Jahre: Die nur etwa 400 Meter lange Robert-Bloch-Straße wirkt zwar wie eine ganz normale Gemeindestraße, ist aber Teil der Landesstraße 3097, die von Darmstadt über Messel, Urberach, Ober-Roden und Rollwald vor Nieder-Roden auf die B 45 führt. Und auf Landesstraßen Tempo 30 vorzuschreiben, war bisher kaum möglich. „Die Anwohner hatten sich mit dieser Bitte schon während meiner Amtszeit als Erster Stadtrat an mich gewandt, und das war auch immer unsere Position. Aber es ging einfach nicht voran“, berichtete Bürgermeister Rotter.

Willi Zoll hatte Ende 2004 seinen ersten Brief an Bürgermeister Alfons Maurer geschrieben. Der Verkehr in der Robert-Bloch-Straße hatte schon nach der Eröffnung des Märktezentrums zugenommen. Die Freigabe der Südumgehung Offenthal 2003 verschlimmerte die Situation nochmals.

Die Antwort mehrerer Bürgermeister und Ordnungsdezernenten schuf bei Willi Zoll und seinen Nachbarn immer Frust. Tempo 30 sei auf einer Landesstraße nur in Ausnahmen möglich – zum Beispiel durch eine Häufung von Unfällen. Mit diesem Argument konnte die Stadt in den Neunzigerjahren eine Geschwindigkeitsbegrenzung im unteren Teil der Robert-Bloch-Straße durchsetzen.

Eine Gesetzesänderung machte es auch für den restlichen Abschnitt möglich: Die reduzierte Geschwindigkeit kann angeordnet werden, wenn sich an der Strecke soziale Einrichtungen befinden. „Wir haben das Verfahren dann noch einmal neu aufgerollt und gegenüber dem Kreis und Hessen mobil auf das Gemeindezentrum St. Gallus, den Schulweg und die Gaststätten verwiesen“, so Stadträtin Schülner. Die verantwortlichen Behörden ließen sich überzeugen.  (Michael Löw)

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