Höchstes Fest ab 31. August

Trockenheit gefährdet Kerbfeuerwerk

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Die meisten der 23 diesjährigen Orwischer Kerbburschen und -mädchen waren bei der Singstunde für die traditionellen Kerblieder auf dem Hof von Alwin Kreis dabei.  

Urberach - Die Macher der Orwischer Kerb haben das Wetter dieses Jahr noch genauer im Blick als sonst. Ganz oben steht die Frage nach dem Feuerwerk. Es ist nicht gerade unersetzlich, aber es ist eine Attraktion, die dem Samstagabend viele zusätzliche Besucher beschert.

Doch die Dürre macht den geplanten neuen Lichterzauber noch sehr vage – nur ein heftiger oder länger anhaltender Regen bis zum Kerbstart würde das besondere Spektakel sichern. Die Organisatoren sind ebenso gespannt wie die Feuerwerker selbst, denen in diesem Sommer ein Großteil ihres Geschäftes entgeht.
Vom 31. August bis zum 3. September wird in Urberach trotzdem kräftig gefeiert, nachdem sich die ersten Kerbburschen der „neuen“ Zeitrechnung zu ihrem 25-jährigen Bestehen noch mal in Schale werfen. Sie werden auch eine der Neuerungen begleiten – einen Umzug vom Haus der Familie Schließmann, wo einer jener ersten Kerbburschen daheim ist, zum Dalles, wo der Kerbborsch „K…“ in den Baum gehievt und die Orwischer Kerb eröffnet wird.

Dann hat Orwischs höchster Lokal-Feiertag seinen ersten Höhepunkt schon hinter sich. Der steigt am Freitag ab 19 Uhr mit der inzwischen traditionellen Mundartkerb des Heimat- und Geschichtsvereins und den „Rodauschiffern“ im Hof von „Herschwert“ Peter Knapp. Dann intonieren Kerbburschen und -mädchen das schon lautstark geübte Lied: „Die Orwischer Kerb ist do! Wos san die Leit so froh!“ Von da an werden auch die Kerbbuttons verkauft. Nicht aus Ton, sondern anlässlich des silbernen Jubiläums der Kerbburschen ganz in Metall. Am Freitagabend wird auf der Kerbmeile mit Musik, Speis und Trank gefeiert.

Und noch etwas ist neu: Erstmalig wird – der Orwischer Tradition verpflichtet – am Samstag nach dem kleinen Umzug neben dem ersten Fass Bier auch der Äppler gebührend gewürdigt, begleitet vom Jugendorchester des Musikvereins 06. Vereine und Wirte werden mit Musik und Unterhaltung um die Gäste werben; auf der Bühne der Offenen Arbeit am unteren Ende der Kerbmeile wird dann schon viel Livemusik zu erleben sein.

Am Sonntag geht’s ohne Pause weiter. Um 10 Uhr ist Kerbgottesdienst in der Kirche St. Gallus, ab 15 Uhr folgt der Kerbmarsch von der Konrad-Adenauer-Straße hin zum Dalles, wo Werner Popp die Kerbkommission und die Teilnehmer begrüßt. Vereine oder Gruppen, die noch Lust zum Mitmachen haben, können sich kurzfristig bei der Kerbkommission melden.

Bilder: Kerb in Urberach

Kerbvadder Jakob Sturm wird den Kerbspruch halten, bis mit dem Lied „Die Orwischer Kerb is do!“ alle Gäste zu den Buden, Zelten, Kneipen und Fahrgeschäften ausschwirren.

Bei der Offenen Arbeit lädt auch in diesem Jahr „Kirche einmal anders!“ zum Zuhören ein. In den Zelten und auf den Plätzen lockt Musik fast aller Art. Doch in Orwisch ist damit nicht Schluss. Am Montag ab 11 Uhr gibt’s den traditionellen Kerbfrühschoppen.

Die Kerbkommission stellt wieder zwei Behinderten-WCs an der Kelterscheune und hinter dem Rathaus auf, dazu eine Toilette vorm Taubhaus-Kindergarten sowie eine neue vierte am Bereich der Offenen Arbeit. Die Benutzung ist mit einem kleinen Obolus verbunden. Das Betreuungspersonal soll für die Sauberkeit sorgen.

In Geschäften, Banken und Gaststätten liegt das „Orwischer Kerbblettsche“ aus, das auch bei der Kerbkommission erhältlich ist. Darin steht Interessantes rund die Orwischer Kerb. (chz)

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