Robert-Bosch-Stiftung adelt die Nell-Breuning-Schule

Unter Deutschlands Besten

Sondersendung: Das Schulradio „Nelly fm“ will ausführlich berichten, wenn die Experten der Robert-Bosch-Stiftung die NBS begutachten. Foto: Ziesecke

Ober-Roden – Die Nell-Breuning-Schule (NBS) gehört zu den 20 besten Schulen Deutschlands. Das erklärt die renommierte Robert-Bosch- Stiftung, die die Rödermärker Gesamtschule für die Endrunde des Deutschen Schulpreises 2020 nominiert hat.

Damit genießt sie unter Experten weit mehr Anerkennung als unter jenen Rödermärker Eltern, die ihren Kindern den mitunter langen Weg zu Gymnasien in Darmstadt, Dreieich oder Heusenstamm zumuten.

Nächste Woche nimmt eine Jury die NBS genauer unter die Lupe. Zwei Tage lang sichten die Mitglieder Dokumente, sprechen mit Schülern, Eltern, Lehrern und Partnern und besuchen den Unterricht: die Profilwoche des zwölften Jahrgangs, Wahlpflichtfächer wie Informatik oder Kochen, die Naturwissenschaften. Ein Auge haben die Prüfer auf den Schulsanitätsdienst, die Schülerfirma im Nelly-Shop, Bibliothek, Ganztagsbetreuung und das Radio „Nelly fm“. Das fährt eine Sondersendung.

„Wir hoffen jedenfalls, dass sie einen guten Einblick in unser sehr vielfältiges und umfassendes Angebot bekommen und dass man gut sieht, dass eine stark heterogene Schülerschaft sehr gut voneinander profitieren und jeder Einzelne sich entwickeln und viel Tolles leisten kann“, ist Rektorin Christine Döbert guter Dinge.

Denn nur noch 20 Schulen sind im Rennen um den Deutschen Schulpreis 2020. Eine Jury aus Praktikern und Bildungswissenschaftlern hat sie auf der Basis umfangreicher Bewerbungsunterlagen ausgewählt. Aus Hessen hat außer der NBS nur noch die Blücher-Europaschule aus Wiesbaden das Finale erreicht.

Ende März reduziert die Jury den Kreis der Bewerber auf maximal 15 Schulen. Diese Besten der Besten fahren im Sommer 2020 nach Berlin. Dann entscheidet sich, wer die begehrten Preise mit nach Hause nehmen wird. Der Gewinner erhält 100 000 Euro, die weiteren fünf Preisträger zusammen nochmals mehr als 100 000 Euro.

Anerkennungspreise von jeweils 5 000 Euro sind ein ansehnliches Trostpflaster für die übrigen Finalisten. Darüber hinaus profitieren die Schulen, die keinen Preis erhalten, vom Entwicklungsprogramm des Deutschen Schulpreises. Über zwei Jahre erhalten sie eine individuelle Prozessbegleitung und nehmen an Seminaren und Vernetzungsangeboten teil.

Die Robert-Bosch-Stiftung vergibt den Deutschen Schulpreis seit 2006 gemeinsam mit der Heidehof-Stiftung. Er ist der bekannteste, anspruchsvollste und höchstdotierte Preis für gute Schulen im Land. Kooperationspartner sind die ARD und die „Zeit“-Verlagsgruppe. Seit dem Start des Programms haben sich rund 2 000 Schulen beworben.

Die Jury bewertet sechs Qualitätsbereiche: „Leistung“, „Umgang mit Vielfalt“, „Unterrichtsqualität“, „Verantwortung“, „Schulklima, Schulleben und außerschulische Partner“ und „Schule als lernende Institution“. Diese Merkmale sind inzwischen als Kennzeichen für gute Schulqualität allgemein anerkannt.

Unter dem Motto „Für mehr gute Schulen!“ wollen die beiden Stiftungen die Qualität in Deutschland nachhaltig verbessern. Sie unterstützen bundesweit Schulen bei ihrer Entwicklung und bieten praxisorientierte Programme für alle Schularten an. „Im Mittelpunkt steht dabei die hervorragende pädagogische Arbeit, die viele gute Schulen in Deutschland bereits leisten“, schreibt die Stuttgarter Stiftung in einer Pressemitteilung. Diese Leuchttürme würden „exzellente Praxis“ sichtbar machen.

Die Deutsche Schulakademie, eine Tochter der Robert-Bosch- und der Heidehof-Stiftung, bereitet die Konzepte der ausgezeichneten Schulen auf und organisiert Fortbildungsmaßnahmen und Entwicklungsangebote, um mit dem Wissen der Preisträger anderen Schulen Impulse zu geben.

Das Deutsche Schulportal stellt online die erfolgreichen Konzepte einer breiten Öffentlichkeit vor. Neben den Konzepten bietet das Portal aktuelle Informationen und Beiträge zu den Themen Schulpraxis, Bildungspolitik und Wissenschaft. Das Deutsche Schulportal ist eine Initiative der Robert-Bosch-Stiftung in Kooperation mit der „Zeit“-Verlagsgruppe.  lö

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