Shooting

Fotografin Melanie Merget: Wasserschlacht vor der Kamera

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Man kann seine Blumen natürlich einfacher gießen... Auch die Messeler Floristin Katja Basten machte beim Foto-Shooting mit.

Blau, grün, pink und gelb gefärbtes Wasser schwappt über lokale Promis und Normalos: Die Urberacher Fotografin Melanie Merget hat ihre Kunden für einen guten Zweck nass gemacht. Sie ließen sich vor klickender Kamera bis auf die Haut durchweichen.

Urberach – Icebucket-Challenge hieß vor einigen Jahren eine Benefizaktion, bei der sich Hartgesottene einen Kübel eiskaltes Wasser über den Kopf schütten ließen. Melanie Merget, Fotografin aus Urberach, hat ihre Kunden einem etwas wärmerem Guss ausgesetzt und auf den Auslöser gedrückt, als buntes Wasser auf sie platschte.

Melanie Merget beteiligte sich an der Charity-Aktion „Smile4aSmile“ („Lächeln für ein Lächeln“), die vom Bund professioneller Portraitfotografen, organisiert wurde. Zum Fotostudio für die vielfarbigen Wasserspiele wurde eine Maschinenhalle auf dem Bauernhof ihres Vater Dieter Merget. „Der räumt immer was aus, wenn ich was Besonderes mache“, freut sie sich über die Unterstützung. Denn ihr Studio in der Karlstraße kann und will sie nicht fluten.

Melanie Merget hat Helfer organisiert, hautverträgliche Farben bestellt, Handtücher bereitgelegt und Lampen mit Folie abgedeckt. Dann ging das feucht-fröhliche Vergnügen los. Ihre Assistenten nahmen Wasser aus der Leitung, deshalb war"s nur beim ersten Mal kalt. Der Spaß steigerte sich von Guss zu Guss.

Am schwierigsten, so Melanie Merget, war"s, zum richtigen Zeitpunkt abzudrücken. Nämlich dann, wenn das Wasser kam. Wer"s daheim nachmachen will: 1/125 Sekunde Belichtungszeit und Blitz. Mehr verrät die Fachfrau aber nicht.

Auch Rödermarks künftiger Bürgermeister Jörg Rotter und seine Frau Sabrina ließen sich für „Smile4aSmile“ durchnässen. „Man merkt, dass Rotter fototrainiert ist. Er behielt die Augen immer offen – selbst, wenn das Wasser kam“, lobt Melanie Merget den medienerprobten Politiker.

Dank der wasserfesten Kunden und einigen Spendern, die auch ohne nass geworden zu sein in den Geldbeutel griffen, kamen 800 Euro zusammen. Der Erlös geht an die Deutsche Kinderkrebsstiftung (DKS). Und Melanie Merget wird ihren Vater garantiert wieder um eine Halle bitten: „Es hat so viel Spaß gemacht, und ich hatte so viele tolle Helfer und Kunden, dass es nächstes Jahr garantiert wieder stattfinden wird.“

Von Michael Löw

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