Weiter Wirbel um Ortsumgehung Urberach

Rödermark: Widerstand aus Eppertshausen gegen K-L-Trasse

Die Freien Wähler Rödermark (FWR) sehen sich durch ein einstimmiges Votum der Eppertshäuser Gemeindevertretung in ihrer Skepsis gegen die K-L-Trasse als Königsweg zur Entlastung der Urberacher Hauptstraßen bestätigt. Das Parlament der Nachbarkommune lehnt eine Trasse auf Eppertshäuser Gebiet ab.

Rödermark - „Seit Jahren verkündet Bürgermeister Jörg Rotter lauthals, dass es mit ihm eine Umfahrung Urberachs nur mit der Variante der über die Gemarkung von Nachbarkommunen Messel und Eppertshausen führende K-L-Trasse geben wird. Seit ebensovielen Jahren hat er es aber nicht für nötig erachtet, sich mit der betroffenen Gemeinde ins Benehmen zu setzen“, kritisieren die FWR in einer Pressemitteilung. Der Bürgermeister hätte wissen müssen, dass es Widerstände gibt, zumal die dortige Gemeindevertretung bereits vor etwa 30 Jahren ihre Ablehnung gegen solche Pläne zum Ausdruck gebracht hatte.

Trotzdem habe Rödermark eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die – so die FWR – nicht nur alle Bedenken aus Eppertshausen ignorierte. Außerdem soll laut diesem Papier die B 486 nicht auf die K-L-Tasse verlegt werden, sondern weiter als Hauptstraße durch Urberach führen.

Nach dem einmütigen „Nein“ aus Eppertshausen stellt sich für die FWR die Frage, ob die K-L-Trasse mit den drei Querspangen auf fremden Gemarkungen noch zu realisieren ist. „Zu dieser Situation haben ausschließlich schwerwiegende Versäumnisse der Rödermärker Verwaltung geführt. Es musste dem Bürgermeister klar sein, dass derartige Planungen mit erheblichen Eingriffen in die Rechte anderer Kommunen ohne Einvernehmen nicht zum Erfolg führen können“, haben die Freien Wähler einen Schuldigen ausgemacht.

Die FWR setzen sich eigenen Angaben zufolge seit Langem für die von Lärm und Abgasen geplagten Urberacher ein und haben mehrfach klargestellt, dass sie jeder realisierbaren Variante einer Umfahrung zustimmen würden, vorausgesetzt, diese Umfahrung würde ein Teil der B 486 und die Ortsdurchfahrt eine Kommunalstraße. Vor gut zwei Jahren hatten sie den Bau einer Umgehungsstraße am westlichen Ortsrand favorisiert.  (Michael Löw)

Rubriklistenbild: © Michael Löw

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