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Ärger auf den Straßen: Viele Löcher, wenig Geld zum Stopfen

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Von: Michael Löw

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Flickwerk? Ja. Gefahrenstelle? Wohl eher nicht. Der Breidertring ist nach Ansicht der FDP ein Paradebeispiel für den Zustand vieler Rödermärker Straßen.
Rödermark: Flickwerk? Ja. Gefahrenstelle? Wohl eher nicht. Der Breidertring ist nach Ansicht der FDP ein Paradebeispiel für den Zustand vieler Rödermärker Straßen. © Michael Löw

Schlaglöcher, Frostaufbrüche, eingesunkene oder hochstehende Kanaldeckel: Viele Straßen in Rödermark verlangen sowohl Radlern als auch Autofahrern einiges ab.

Rödermark – Die FDP hat sich in einer parlamentarischen Anfrage nach aktuellen Gefahrenstellen erkundigt. Sie beklagt unter anderem fehlende Fahrbahnmarkierungen an der Badehaus-Kreuzung. Wer vom Gewerbegebiet her auf die Ampel zufährt, weiß mangels weißer Streifen kaum noch, wo er sich einordnen muss.

Nur knapp 6 700 Euro hat die Stadt pro Jahr für die neuen Fahrbahnmarkierungen zur Verfügung, teilt die Bauverwaltung in ihrer Antwort mit. Schäden werden nach einer Prioritätenliste abgearbeitet; kleinere Mängel beseitigt der Betriebshof, größere eine Fachfirma. In welche Kategorie die Badehaus-Kreuzung zählt, muss die Stadt noch feststellen. Klar ist: Für einen Auftrag an ein Unternehmen ist dieses Jahr kein Geld mehr da.

Schlaglöcher in Rödermark (Kreis Offenbach): Geld bestimmt Prioritätenliste

Etwas besser sieht die Lage im Breidertring aus. Der ist nach Ansicht des FDP-Vorsitzenden Sebastian Donners ein Paradebeispiel für den Zustand vieler Straßen. Mitte November befürchtete er, dass Regenwasser in Schlaglöcher oder Risse sickert und Frost die Schäden verschlimmert. Was die Stoßdämpfer eines Autos noch locker abfedern, bringt einen Radfahrer möglicherweise schon ins Schlingern.

Die Schäden im Breidertring hatte der Betriebshof schon in seinem Arbeitsplan. Die verkehrsgefährdenden Schlaglöcher wurden mit Kaltasphalt gefüllt. Aber auch bei Löchern gilt eine Prioritätenliste, deren Länge – besser wahrscheinlich: deren Kürze – das Geld bestimmt.

Besonders genau hat die FDP auf Kanal- und Gullydeckel geschaut. Entlang der Dieburger Straße sind sie oft in den Asphalt gesunken, im Oberwiesenweg ragen sie an etlichen Stellen hervor. Dort seien schon mehrfach Kinder mit ihrem Fahrrad gestürzt. Die Schäden am Oberwiesenweg waren der Bauverwaltung vor der FDP-Anfrage noch nicht bekannt, die an der Ober-Röder Ortsdurchfahrt indes schon. Sie sollen noch dieses Jahr behoben werden. Die Straßenbaufirma stimme sich mit dem Ordnungsamt ab, welche Verkehrsregelungen getroffen werden müssen. (Michael Löw)

Für die Anwohner in Rödermark im Kreis Offenbach ist der Verkehr ohnehin schon lange ein leidiges Thema. Vor allem die Automassen in Urberach sorgen für Frust.

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