Wagenburg des guten Geschmacks

Der Rodaumarkt hat sich binnen eines Jahres etabliert

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Zur Wagenburg formieren sich die Stände auf dem Rodaumarkt.

Die Stadt feiert im Mai ein besonderes Geburtstagkind: Der Rodaumarkt, ein Gemeinschaftswerk der städtischen Wirtschaftsförderung und der Business Angels, wird am 16. 5. ein Jahr alt. Wir sprachen mit Wirtschaftsförderer Alfons Hügemann über das Erfolgsmodell.

Rödermark – Warum findet der Rodaumarkt in Ober-Roden am Rathaus statt und nicht auf dem Marktplatz?

Weil wir dort nicht so viele Beschicker stellen könnten. Durch den Einmündungsbereich der Schulstraße ist es der Platz doch sehr beengt.

Wie viele Beschicker kommen denn?

Wir haben mit zehn angefangen, heute sind es 13.

Von denen manche allerdings nur im 14-Tage-Rhythmus kommen.

Eier gehen auf dem Markt weg wie warme Semmeln.

Stimmt. Aber am Rathaus haben wir einfach die besseren Möglichkeiten. Gerade erst wurde ein neuer Stromanschluss – auch für andere Veranstaltungen wie den Frühlingsmarkt und Midde noi – gelegt, um die Versorgung sicherer und einfacher zu machen. Außerdem haben wir dort optional Erweiterungsflächen. Zum Beispiel Richtung Bücherei oder Schule. Und nach dem Kauf des Jägerhauses durch die Stadt können wir dort auch gastronomisch etwas tun. Ich denke da an den Weinstand.

Schadet der Rodaumarkt dem seit Jahren etablierten Markttreiben samstags und dienstags auf dem Marktplatz?

Nein. Es ist genug Kaufpublikum unterwegs. Außerdem überschneiden sich die Markttage ja nicht. Der Rodaumarkt ist immer am Donnerstag.

Der Brunnen auf dem Rodaumarkt ist als Kunstwerk eigentlich eine Zierde. Seit er von Absperrband umgeben ist, wirkt er aber wie ein Fremdkörper oder eine Baustelle.

Das ist leider richtig. Wir mussten aus Sicherheitsgründen aber handeln und die Absperrung anbringen. Es gab Stürze, weil die Aufmauerung der Wasserrinne übersehen wurde. Eine Lösung bietet sich wohl erst an, wenn der Markt erweitert würde und damit an Großzügigkeit gewinnen würde.

Was wünschen Sie sich, um die Aufenthaltsqualität noch zu verbessern?

Richtung Reinigung wäre ein Korbwarenstand denkbar. Derzeit sind wir aber zufrieden, wenn wir den wirklich hohen Standard halten. Das ist kein Nullachtfuffzehn-Markt, sondern wir haben hier ein hochwertiges Warenangebot.

Und das hat sich etabliert?

Auf jeden Fall. Qualität spricht sich herum. Und das nicht nur unter Kunden. Wir haben regelmäßig Anfragen von Standbetreibern oder Institutionen, die den Rodaumarkt entweder kommerziell oder anderweitig nutzen möchten, um ein breites Publikum zu erreichen. Wir begegnen den Anfragen mit Zurückhaltung. Der Markt ist als Kommunikationstreffpunkt aber inzwischen bekannt und beliebt.

Das Interview führte Bernhard Pelka

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