Die Wanderfalken feiern das Zehnjährige mit einem Acht-Tage-Lager

Entspannung pur im Pfadfinderlager

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Der Spa-Bereich im Zeltlager: Massage, Wassertretbecken, ein großes Entspannungsbecken - dort konnte man sich gegen Goldstücke verwöhnen lassen.

Die Pfadfinderarbeit in der Freien evangelischen Gemeinde Rödermark (FeG) hat Grund zum Feiern. Der Stamm der Wanderfalken besteht in diesem Monat exakt zehn Jahre.

Waldacker – Das ist Anlass für ein Geburtstagszeltlager von acht Tagen mit rund 40 Personen auf dem Gelände am Kirchenpavillon in Waldacker.

Nach Vorbereitung und Aufbau startete das Lager am vergangenen Sonntag mit einem Gottesdienst für alle Generationen und einem Mittagessen. Höhepunkt wird der Jubiläumsabend für Pfadfinder und Besucher am Freitag ab 19 Uhr sein, bei dem Eltern und Gäste herzlich willkommen sind.

Was ist außer der großen Zeltburg, in deren Mitte die fünfspitzige Kohte „Rainbow“ das Auge anzieht und der Gruppe als Treffpunkt dient, hier typisch pfadfinderisch? Pastor Jens Bertram, Begründer und Stammesführer der Wanderfalken, erläutert: „Das Motto der Pfadfinder lautet: Gemeinsam Gott und die Natur entdecken, Begabungen und Fähigkeiten entdecken und erlernen – und das tun wir hier mit jedem Schritt!“ Das begann schon mit dem Aufbau des Zeltlagers.

Rien ne va plus 

Die Vormittage sind weitgehend dem Reden und Erzählen von Gott und der Welt gewidmet. Die Nachmittage stehen mehr unter praktischen Gesichtspunkten wie etwa dem großen Markt der Möglichkeiten, bei dem jede Gruppe kreativ Geschaffenes an den Kunden bringen kann (wie etwa den frisch gemischten Lippenbalsam oder künstlerisch gestaltete Namensschilder in eigens gesägten Halterungen). Dann gibt’s da das Casino, in dem mit Goldstücken bezahlt werden kann und das nach dem Spruch „Rien ne vas plus“ (manchmal) wirklich Gewinn ausschüttet. Oder der Spa-Bereich, in dem fleißig über verspannte Rücken geknetet oder gerollt wird. 

Auch ein Fotoshooting bereicherte den Markt der Möglichkeiten im Zeltlager.

Derweil können sich Gäste in kleinen Fußtretbecken oder im großen Pool erfrischen. Pfadfinderisch sind die Techniken, mit denen im Wald Material geholt und im Lager gebastelt wird, und natürlich das Lagerfeuer, Geländespiele und manches mehr. Ganz nach den Thesen von Gründer Baden-Powell ist auch der Umgang miteinander. „Wir haben in diesem Jahr etwa ein Drittel Lagerunerfahrene dabei – das ergibt ein anderes Miteinander als bei langjährigen Lagerbegleitern“, erläutert Jens Bertram.

Genügend Schlaf

Der nächtliche Schlaf wird zur Sicherheit von Mensch und Material und auch als Ansprechpartner für die eigenen Leute von Nachtwachen betreut. „Und es ist auch schon recht früh ruhig im Lager, denn es liegt in unserem eigenen Interesse, dass die Kinder bei einem neuntägigen Lager auch genügend Schlaf bekommen.“ Die Sorgen mancher Anwohner über nächtliche Ruhestörung sind also unbegründet.

An den ersten Tagen waren auch die Eltern einiger Pfadfinder mit eingespannt, damit erst einmal in Ruhe aufgebaut werden konnte. Bald schon waren alle Teilnehmer – egal ob (altersspezifisch) Wölflinge, Jungpfadfinder, Pfadfinder oder Rover – völlig entspannt und fast schon eins mit der Natur. Auch die Jüngsten, die Biber mit ihren vier bis sechs Jahren, kommen zeitweise zu Besuch und werden mit eingebunden.

Nach dem großen Jubiläumsabend am Freitag, an dem Andacht, Theater, Versprechen und manches mehr im Mittelpunkt stehen werden, steht am Samstag allmählich das Lagerende bevor. Nachmittags wird abgebaut – hoffentlich im Trockenen, damit die Zelte gleich wieder eingelagert werden können. Ab Sonntag gibt’s wieder Gottesdienst im Gemeindehaus an der Carl-Zeiss-Straße 12.

Infos unter www.feg-roedermark.de.  

chz

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