Weidenkirche kann auch ohne Treppe zur Rodau versorgt werden

Wasser aus rollender Gießkanne

Wasser für die Weidenkirche: Der Bauhof gießt künftig das grüne Gotteshaus an der Rodau. Darauf haben sich der Magistrat und die fünf Rödermärker Kirchengemeinden geeinigt. Foto: privat/Stadt Rödermark

Rödermark – Ziemlich genau ein Jahr ist"s her, dass die behelfsmäßige Rodau-Brücke an der Weidenkirche geschleift wurde. Ein Bagger riss die marode Kanalrohr-Konstruktion kurz nach dem ökumenischen Pfingstgottesdienst ab.

Die Idee einer Ersatzbrücke war schnell vom Tisch: Drei Rodau-Übergänge auf 500 Metern „Grüner Mitte“ hätten"s vielleicht ins „Schwarzbuch“ des Bundes der Steuerzahler geschafft.

Schmerzlich vermisst haben die Helfer, die die Weidenkirche pflegen, jedoch den betonierten Abgang zur Rodau runter. Über diese Stufen holten sie das Gießwasser für den grünen Kuppelbau. Doch auch diese Stufen wird"s nicht geben. „Neue bauliche Maßnahmen an der Rodau sind aus wasserrechtlichen Gründen leider nicht möglich“, sagt Bürgermeister Jörg Rotter.

Vor Kurzem hatten sich die fünf Kirchengemeinden und die Stadt deshalb darauf verständigt, dass der Bauhof die Bewässerung der Weiden übernimmt. Zum offiziellen Angießen trafen sich an Ort und Stelle Mitglieder des Weidenkirchen-Teams, Pfarrer Oliver Mattes und Bürgermeister Jörg Rotter.

Maria Becker hatte vorsichtshalber besonders durstige Pflänzchen und neu eingesetzte Sprösslinge mit kleinen Zetteln markiert, und dann konnte Thomas Schwerber vom Bauhof auch schon loslegen: Vorsichtig versorgte er die Weidenkirche rundum mit Wasser, was an diesem heißen Tag auch dringend nötig war. Natürlich war der städtische Mitarbeiter nicht mit der Gießkanne angerückt. Sein Bewässerungsfahrzeug hat einen großen Tank, was den Nachschub während der ausgedehnten morgendlichen Gießtouren sichert. Der Weidenkirchen-Einsatz war eine Premiere.

Die Weiden sollen künftig in trockenen Phasen einmal wöchentlich gewässert werden – ansonsten angepasst an die Wetterlage. Bürgermeister Jörg Rotter begrüßt die Verständigung auf dieses Verfahren: „Die erfreuliche ökumenische Verbundenheit in Rödermark wird durch die Weidenkirche, die im Rahmen des Rödermark-Festivals 2007 entstanden ist, geradezu versinnbildlicht.“

Des Bürgermeisters Dank galt bei dieser Gelegenheit dem engagierten Weidenkirchen-Team mit Maria Becker, Erwin Kuhrau, Alfred Röder, Klaus Büttner und anderen, „die dieses wunderbare natürliche ‚Bauwerk‘ zum einem Kleinod haben werden lassen“.  lö

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